Aufgrund der Erdbebenproblematik wächst bei vielen Niederländern der Unmut über die Erdgasförderung.

Aufgrund der Erdbebenproblematik wächst bei vielen Niederländern der Unmut über die Erdgasförderung.

Bild: © Bayerngas

Die Corona-Pandemie zeigt sich im Bayerngas-Konzernergebnis 2020, wie das Unternehmen mitteilt. Das insgesamt zu niedrige Energiepreisniveau im Jahr 2020 und die nicht zuletzt auch pandemiebedingt deutliche Überversorgung des gesamten Gasmarktes haben demnach im finanziellen Beteiligungsgeschäft zu außergewöhnlichen Sonderbelastungen geführt. Der Wert der E&P-Beteiligung musste in der Bilanz niedriger angesetzt werden. 

Die Umsatzerlöse sanken laut der Mitteilung 2020 infolge des Mengenrückgangs im Handelsgeschäft und des signifikant niedrigeren Marktpreisniveaus auf 2371,6 Mio. Euro (Vorjahr: 5632,9 Mio. Euro). Das Jahresergebnis liegt wegen der E&P-Wertberichtigung und Verlusten im Speichergeschäft bei minus 83,7 Mio. Euro (Vorjahr: plus 27,9 Mio. Euro). 

Welt der Gase wird bunter

In der Mitteilung gibt das Unternehmen auch einen Ausblick auf die künftige Entwicklung in der Welt der Gase. Erdgas werde noch auf Jahre der verlässliche Energieträger für die Industrie und im Wärmemarkt bleiben, ist man bei Bayerngas überzeugt. Aber die Farben von Gasen würden bunter: Sie reichten von Grün (Biogase, grüner Wasserstoff) bis Türkis (Methanpyrolyse).

Um eine schnelle Dekarbonisierung des Energiemarktes zu unterstützen, will die Bayerngas kurz- und mittelfristig vor allem auf methanbasierte Wasserstofferzeugungsverfahren setzen. Hier werden konkrete Projekte bei Kunden vor Ort in Bayern verfolgt, bei denen sowohl eine innovative verbrennungsfreie Dampfreformierungstechnologie als auch die Methanplasmalyse zum Einsatz kommen sollen, um CO2-Emissionen zu vermeiden. Gegenüber der herkömmlichen Elektrolyse reduzieren diese Verfahren den Bedarf an teuren Grünstrom erheblich, betont das Unternehmen.

Internationale Industriepartnerschaft auf den Weg gebracht

Um auch die klimaneutrale europäische Beschaffung von grünem bzw. CO2-neutralem Wasserstoff für Europa zu beschleunigen und hochzufahren, hat der Bayerngas-Konzern die internationale Industriepartnerschaft H2EU+Store mitinitiiert. Im Rahmen von „H2EU+Store“ sollen einerseits die notwendigen Kapazitäten für die erneuerbare Strom- und Wasserstoffproduktion geschaffen und andererseits der Ausbau der Speichervolumina in Österreich und Deutschland sowie Adaptierungen im Bereich des Gastransports nach Zent-raleuropa durchgeführt werden. (amo)

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