Themen rund um die Stromabrechnung sind insbesondere für jüngere Kunden häufig ein Anlass für einen Wechsel des Stromanbieters. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Zahlungsdienstleisters GoCardless.

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Bild: Paolese/Adobestock

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Der höhere Stromverbrauch in der Corona-Pandemie bereitet vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern finanzielle Probleme. Die Nachfrage nach Beratungen zum Energiebudget habe sich vervielfacht, teilte die Verbraucherzentrale Bremen am Montag mit.

Bei nicht bezahlten Rechnungen droht im schlimmsten Fall, dass der Strom abgestellt wird. Vor Corona 2019 hatten die Beraterinnen und Berater 147 mal mit diesem Ernstfall zu tun. 2020 gab es 301 solcher Fälle, im ersten Halbjahr 2021 kamen 313 Fälle zusammen. «Häufig konnten wir kurz vor knapp noch vermitteln und Ratenzahlungen mit den Energieversorgern vereinbaren», sagte die Vorständin der Bremer Verbraucherzentrale, Annabel Oelmann.

 

"Das sind oft Haushalte, wo die Kohle vorher schon knapp war"

Durch die ständige Anwesenheit zuhause, durch die Nutzung von Computer und Mobilgeräten für Arbeit und Schule ist in vielen Familien der Stromverbrauch gestiegen. Zwar konnten 2020 von April bis Juni Energierechnungen gestundet werden. Doch danach passten oft die Abschlagzahlungen nicht mehr, es kam zu hohen Nachforderungen.

Eine kleine Gruppe von Verbrauchern habe unter Corona eher mehr Geld zur Verfügung, weil zum Beispiel Urlaube entfielen, sagte Oelmann. Für eine größere Gruppe habe die Pandemie finanzielle Probleme und Zukunftsangst gebracht. «Das sind oft Haushalte, da war vorher die Kohle schon knapp. Dann wird es ganz schnell gefährlich», sagte sie.

Zu Beginn der Pandemie hatten die Verbraucherschützer vor allem mit der Rückabwicklung gebuchter Reisen zu tun. Danach häuften sich Anfragen zu offen stehenden Krediten und der Energierechnung. Knapp 30 000 Mal wurde 2020 der Verbraucherschutz in Bremen um Hilfe gebeten – ein Drittel häufiger als 2019. 

Offenbar ein eher regionales Phänomen

Offenbar handelt es sich bei dem steigenden Bedarf an Energieberatungen um ein regionales Phänomen. "Bundesweit können wir den Trend aktuell nicht bestätigen", teilte ein Sprecher des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (VZBV) auf ZfK-Anfrage mit. (dpa/hoe)

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