Auch in der Corona-Krise gewinnt der öffentliche Dienst an Attraktivität.

Auch in der Corona-Krise gewinnt der öffentliche Dienst an Attraktivität.

Bild: © Adobe Stock/.shock

Die Corona-Pandemie hat den Wandel der Arbeitswelt weiter beschleunigt. Auch wenn Remote Working im vergangenen Jahr von einer Notlösung zur neuen Form der Zusammenarbeit avanciert ist, wird Home Office & Co in Zukunft die Arbeit im Büro weiter nur ergänzen, stellt Michael Schwaiger, CEO der Schwaiger Group, fest.

Die oft fehlende ergonomische Infrastruktur am Heimarbeitspatz, Platzmangel und die Grenzen der digitalen Interaktion halten den Bedarf an Büroflächen nach Beobachtungen des Projektentwicklers weiterhin hoch. "Als Orte der Kommunikation, Begegnung und Kreativität bleiben Büros zentraler Anlaufpunkt für die Mitarbeiter von Unternehmen“, sagt Schwaiger. Aber der Charakter der Büros werde sich ändern: „Wechselarbeitsplätze, hochwertige Büroausstattung und die innovative Wohlfühl-Gestaltung von Arbeitsbereichen sind – durch Homeoffice ergänzt – das neue, agile Arbeitsmodell der Zukunft.“

Büros mit Hub-Funktion

Damit Büros helfen, möglichst gute Arbeitsergebnisse zu erreichen und die Mitarbeiter motivieren, müssen sie eine Hub-Funktion erfüllen: Kollaborationsflächen, an denen Angestellte zusammenkommen, und Rückzugsorte für konzentriertes Arbeiten stehen künftig verstärkt nebeneinander. Die Möblierung muss Raum für Kreativität und Entspannung bieten sowie ergonomisches Arbeiten ermöglichen. Durch Elemente aus dem Wohnbereich wie Teppiche, Stehlampen oder Sofas fühlen sich Mitarbeiter wohl, der persönliche Austausch wird gefördert.

"Die Arbeitswelten der Zukunft sind attraktiv, anziehend und unterstützen Leistung und Motivation. Sie entwickeln sich in Richtung eines Möglichkeitsraums. Als inspirierender Dreh- und Angelpunkt für die Angestellten, der ihr Wohlbefinden, ihre Identifikation mit dem Unternehmen sowie ihre Produktivität erhöht. Das Einzelbüro hingegen hat in Zukunft weitestgehend ausgedient", erklärt Schwaiger. Vielmehr werde es Einzelbüros für den temporären Rückzug geben, die Mitarbeiter nach Bedarf nutzen können.

Einsamkeit des Lockdown

Auch wenn der Austausch im Homeoffice durch Videokonferenzen, Apps und Telefon möglich ist, stößt er schnell an seine Grenzen. Das gilt vor allem, wenn es um kreative Prozesse im Team oder um komplexe Aufgaben geht. "Reale Interaktion bei Treffen sowie der informelle Austausch untereinander lassen sich nicht gänzlich durch digitale Lösungen ersetzen. Persönliche Treffen fördern das Zugehörigkeitsgefühl und die Bindung an das Unternehmen", weiß Schwaiger. Zudem sei es in vielen Wohnungen nicht möglich, dass in einer Familie zwei Angestellte und auch noch ein Kind gleichzeitig konzentriert und kreativ von Zuhause arbeiten.

"Nach der räumlichen Überforderung und Einsamkeit, die die Menschen durch die Lockdowns erfahren haben, wird die persönliche Zusammenarbeit nach der Coronakrise einen besonders hohen Stellenwert einnehmen", ist Schwaiger überzeugt. Das bestätigt nach seinen Worten schon jetzt die steigende Nachfrage nach neuen und größeren Flächen – so genannten Satellite-Offices. Diese liegen am Stadtrand und verkürzen nicht nur Arbeitswege, sondern erlauben Mitarbeitern ebenso ein zeitsparendes antizyklisches Pendeln. (hp)

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