Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Berufstätigen sieht ihre Tätigkeit zumindest teilweise als Homeoffice-geeignet an.

Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Berufstätigen sieht ihre Tätigkeit zumindest teilweise als Homeoffice-geeignet an.

Bild: © Britta Pedersen/dpa

Was fördert kontinuierlich eine Weiterentwicklung der Firmenkultur, wenn die Belegschaft aus dem Homeoffice arbeitet? Wie können Unternehmen New Work erfolgreich umsetzen? Laut den Digitalisierungsexperten des britischen Software-Anbieters Unily spielt das „Global Digital Headquarter” dabei eine zentrale Rolle.

Seit Monaten zeige sich, dass effektive Tools und zielgerichtete Kommunikation die Arbeit im Homeoffice dauerhaft ermöglichen und bisweilen die Produktivität sogar steigern, heißt es in einer Mitteilung von Unily. Dennoch lautet die Bilanz vieler Karriere-Experten sowie von Arbeitnehmern, dass der schlichte Wechsel vom Büro an den eigenen Schreibtisch keine nachhaltige Lösung ist. Calls und Online-Meetings sind nicht in der Lage, einen Ort für professionellen Austausch zu ersetzen.

Identifikation und Unternehmenserfolg

Somit stehen Arbeitgeber vor der Herausforderung, wie sie bei Mitarbeitern die Identifikation mit ihrem Unternehmen aufrechterhalten. Denn sie trägt nämlich maßgeblich zur Zufriedenheit sowie Motivation am Arbeitsplatz bei und somit zum Erfolg eines gesamten Betriebs.

Doch wie kann virtuell eine Dynamik entstehen, die mit der des analogen Büros mithalten kann? Wie können Unternehmen bei Mitarbeitern weiterhin das Gefühl der Zugehörigkeit stärken? An dieser Stelle setzt das Konzept des digitalen Headquarters mit einer digitalen Mitarbeiter-Erlebnisplattform an. Ein herkömmliches Intranet oder eine Mitarbeiter-App dienen meist lediglich zur Weitergabe von Informationen und sind durch eine einseitige Top-down-Kommunikation gekennzeichnet: Die Führungsebene trägt Neuigkeiten an die Belegschaft heran. Somit erfüllen ein klassisches Intranet oder eine Mitarbeiter-App nicht die Anforderungen an eine zeitgemäße, interne Kommunikationsplattform.

Von Ideenportalen bis zu Spielefunktionen

Im Gegensatz zum herkömmlichen Intranet stellt eine Mitarbeiter-Erlebnisplattform eine tragende Säule des hybriden Büros dar. So wie Firmen mithilfe von Technologie ein Kundenerlebnis optimieren, können sie eine interne Plattform zur Optimierung des Mitarbeiter-Erlebnisses nutzen.

Dies gelingt durch die Einführung moderner Kommunikations-, Vernetzungs- und Wissensaustausch-Erfahrungen in den Arbeitsalltag. Dies kann durch Umfragen, Communities, Ideenportale oder Gamification-Funktionen gelingen, empfiehlt Unily. Unterstützt wird das Konzept durch die Integration von Prozesstools aus dem Personal- oder IT-Servicebereich auf einer intuitiven, nutzerzentrierten Plattform.

Ergänzung zum realen Büro

Damit bietet eine digitale Firmenzentrale das, was traditionellen Büroräumen fehlt: Es entsteht ein agiles, allumfassendes Zuhause für Mitarbeiter, die jederzeit auf die kulturellen Werte und das Wissen des Unternehmens zugreifen können. Unabhängig von der Anzahl der Büroräume und davon, wie unterschiedlich die Mitarbeiter sind, kann die Employee-Experience-Plattform eine gesamte Belegschaft standortübergreifend vereinen und zur Partizipation anregen.

Damit soll das physische Büro keinesfalls ersetzt werden: Vielmehr dient das digitale Headquarter als Ergänzung der umfassenden Mitarbeitererlebnisse. Angesichts der Tatsache, dass in Zukunft viele Unternehmen von der Präsenzkultur zu einem Hybridmodell wechseln werden, sollten sie Lösungen forcieren, um künftig sowohl Mitarbeiter in den Büros als auch im Homeoffice gleichermaßen einbinden zu können, rät Unily. (hp)

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