Nach Daten der Plattform Energy-Charts fuhren die beiden Blöcke des Trianel-Gaskraftwerks in Hamm im August 2020 zu 67 Prozent auf Volllast. Im August 2021 war es weniger als ein Prozent.

Nach Daten der Plattform Energy-Charts fuhren die beiden Blöcke des Trianel-Gaskraftwerks in Hamm im August 2020 zu 67 Prozent auf Volllast. Im August 2021 war es weniger als ein Prozent.

Bild: © Trianel

Die Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG plant für das Gaskraftwerk Hamm einen dritten wassersstofffähigen Kraftwerksblock, wie der Stadtwerkeverbund am Montag mitteilte. Die Gesellschafterversammlung hat dem bereits zugestimmt.

„Deutschland braucht gesicherte Leistung“, erläuterte Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel und Mitglied des Gesellschafterausschusses der Trianel Gaskraftwerke GmbH & Co. KG im Rahmen einer Pressekonferenz.

„Wir sind bereit, in einen solchen Kraftwerksblock zu investieren. Jetzt muss die Politik Tempo machen und endlich die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, damit die erforderlichen Investitionen auch tatsächlich getätigt werden.“

In Hamm-Uentrop betreibt das Trianel Gaskraftwerk Hamm bereits seit 16 Jahren zwei Kraftwerksblöcken à 450 Megawatt (MW). Diese beiden Blöcke werden nach Abschluss der aktuellen Revisionsarbeiten bereits für den Einsatz von Wasserstoff vorbereitet sein.

Fläche und Infrastruktur sind gegeben

„Der Standort in Hamm bietet ausgezeichnete Voraussetzungen für den Bau eines weiteren 500 MW Gas- und Dampfturbinen-Blocks, da eine ausreichend große Grundstücksfläche sowie die notwendige Infrastruktur in Form von Netz- und Gasanschlüssen bereits vorhanden sind“, erläutert Martin Buschmeier, Geschäftsführer des Trianel Gaskraftwerks Hamm, das Projekt.

Hamm wird Wasserstoff-Zentrum

Für die Stadt Hamm füge sich der Bau eines weiteren wasserstofffähigen Kraftwerksblocks in die städtische Strategie ein. „Mit dem Wasserstoffzentrum Hamm haben wir bereits den Grundstein für eine nachhaltige Standortsicherung gelegt“, erklärte der Oberbürgermeister der Stadt Hamm Marc Herter. „Mitten in Westfalen und als Tor zum Ruhrgebiet arbeiten wir mit kommunalen Partnern weiter daran, uns als Zentrum für grüne Energie zu etablieren.“

Auch bei der Wärmeplanung könnte das Gaskraftwerk eine entscheidende Rolle spielen. „Durch die Auskopplung von Wärme könnte es einen wertvollen Beitrag zur klimaneutralen Wärmewende in der Stadt Hamm leisten“, erklärte Reinhard Bartsch, Geschäftsführer der Stadtwerke Hamm GmbH.

Als Gesellschafter des Trianel Gaskraftwerks Hamm unterstütze man daher das Projekt gern. (pfa)

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