Die Stadtwerke Duisburg blicken auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2020 zurück. Sowohl ihren Umsatz als auch ihren Gewinn steigerten sie trotz Corona-Beeinträchtigungen deutlich.
Im vergangenen Jahr betrugen die Umsatzerlöse 1,6 Mrd. Euro. Das waren etwa 280 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Der Versorger führt dies auf gestiegene Stromverkäufe und ein erfolgreiches Energiehandelsgeschäft zurück.
CO2-Emissionen deutlich zurückgegangen
Auch den Gewinn schraubten die Stadtwerke nach oben: von 36 Mio. (2019) auf knapp 54 Mio. Euro. "Natürlich hat die Corona-Pandemie auch Einfluss auf einen Energieversorger, aber wir haben das Unternehmen stabil aufgestellt, so dass wir auch in einer solchen Krisensituation erfolgreich sind", lässt sich Marcus Wittig, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, in einer Presseaussendung zitieren.
Stolz verweisen die Stadtwerke auf ihre CO2-Emissionswerte. Diese seien im Vergleich zu 1990 um etwa 70 Prozent zurückgegangen. "Nehmen wir die neu gesteckten Ziele der Bundesregierung zum Maßstab, haben wir bei unserer Erzeugung einen Vorsprung von zehn Jahren", lässt Wittig mitteilen.
Groß-BHKW im Bau
2018 hatten die Stadtwerke die Stromgewinnung aus Kohle beendet und das letzte von ehemals drei Kohlekraftwerksblöcken vom Netz genommen. Grüner werden soll nun auch die Wärmeversorgung in Duisburg.
Der Versorger baut gerade ein neues, 40 Mio. Euro schweres Groß-Blockheizkraftwerk mit sieben Motoren. Die Anlage mit einer Leistung von 31,5 MW soll 68.000 Haushalte mit Strom versorgen können.
Sanierung des Trinkwasserhochbehälters
Als Energieträger dient vorerst Gas. Die KWK-Anlage würde aber so konzipiert, dass sie in Zukunft beispielsweise auch Wasserstoff verbrennen könnten, heißt es.
Mehr als 18 Mio. Euro haben die Stadtwerke nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr in die Versorgungsinfrastruktur investiert. Der Großteil floss in die Sanierung des Trinkwasserhochbehälters im Duisburger Stadtwald. Zudem wurden für den BHKW-Neubau bislang mehr als 7,5 Mio. Euro fällig.
Auch Netztochter im Gewinn
Mehr als 50 Mio. Euro investierte die Stadtwerketochter Netze Duisburg ferner in die Modernisierung und den Asbau der Verteilnetzsysteme. Sie erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Jahresgewinn von 29 Mio. Euro.
Aktuell beschäftigen die Stadtwerke samt ihrer Töchter mehr als 1100 Mitarbeiter. Viele von ihnen arbeiteten in den vergangenen Monaten im Homeoffice.
Shared-Desk-Modelle und hybrides Arbeiten
Auch künftig will das Unternehmen eine flexible Arbeitswelt beibehalten. "Bei uns haben schon vor der Pandemie viele Kollegen an solchen Modellen teilgenommen und wir werden das weiter ausbauen", wird Arbeitsdirektor Axel Prasch zitiert. "Wir ermöglichen unseren Beschäftigten auch nach Corona bis zu 80 Prozent mobiler Arbeit."
Die Stadtwerke würden Shared-Desk-Modelle etablieren und die Infrastruktur für das hybride Arbeiten im Team zur Verfügung stellen. "Wir konkurrieren mit vielen anderen um die besten Köpfe, aber als kommunales Unternehmen haben wir viel zu bieten und müssen uns da ganz sicher nicht verstecken." (ab)



