Der kommunale Energieversorger EAM aus Kassel blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Auf Konzerebene konnte das Unternehmen sowohl den Umsatz als auch den Jahresüberschuss steigern. Die Verkaufserlöse legten auf 1,03 Mrd. Euro zu (Vorjahr; 966 Mio. Euro), beim Jahresüberschuss verzeichnete der Flächenversorger einen Sprung von 21 Mio. Euro im Vorjahr auf nunmehr 80 Mio. Euro. Das Mutterunternehmen EAM GmbH & Co. KG verzeichnete einen Gewinn von 52 Mio. Euro (Vorjahr: 51,1 Mio.).
Viel Geld fließt in den Netzausbau
Auch das Geschäftsjahr 2019 war bei der EAM geprägt von einem hohen Investitionsniveau. Insgesamt 108 Mio. Euro wurden investiert. Mehr als die Hälfte davon sind in den Erhalt, den Ausbau und die Modernisierung eigener Anlagen zur Strom- und Gasversorgung geflossen. Mittlerweile hat die EAM laut Pressemitteilung bereits 95 Prozent ihres Niederspannungsnetzes und 81 Prozent des Mittelspannungsnetzes auf Erdkabel umgestellt. Diese seien deutlich weniger anfällig für Störungen als Freileitungen.
Neuen Windpark in Betrieb genommen
"Auch in diesem Jahr werden wir den Großteil der geplanten Investitionen in Höhe von mehr als 90 Millionen Euro für den Ausbau und die Unterhaltung der Netze bereitstellen", sagt Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever. Neben dem Netzausbau war die Weiterentwicklung der Windkraft ein wichtiges Thema. So wurden drei Windenergieanlagen mit einer jeweiligen Leistung von 3,6 Megawatt im Windpark „Stollberg“ im Landkreis Limburg-Weilburg in Betrieb genommen.
68 E-Ladesäulen
Der Windpark soll jährlich rund 26 Mio. kWh regenerativen Strom erzeugen. Alle bislang von der EAM projektierten Windkraftanlagen wurden laut eigenen Angaben in kommunalen Partnerschaften realisiert und erzeugen jährlich 143 Millionen Kilowattstunden. Auch der Ladesäulenausbau wurde vorangetrieben. Insgesamt betreibt die EAM 68 E-Ladesäulen in ihrem Netzgebiet, davon 14 Schnellladesäulen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten.
"Hoher Digitalisierungsgrad"
Der Ausblick für das laufende Jahr ist grundsätzlich optimistisch. "Der insgesamt hohe Digitalisierungsgrad im Unternehmen und die Flexibilität unserer Mitarbeiter sind entscheidend dafür, dass wir die EAM in der Corona-Krise generell auf einem stabilen Kurs halten und unsere Projekte im Kerngeschäft weiterentwickeln können“, betont Geschäftsführer Georg von Meibom.
Großes Einzugsgebiet
Das Unternehmen mit über 1200 Mitarbeitern ist laut Homepage für die Energieversorgung von rund 1,3 Millionen Menschen in weiten Teilen Hessens, in Südniedersachsen sowie in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Rheinland-Pfalz zuständig. Die EAM ist 2014 aus der früheren Eon-Mitte hervorgegangen und ist im Besitz der Stadt Göttingen sowie von 12 Landkreisen und unter anderem 111 Kommunen. (hoe)



