Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

Bild: © Ludovic Marin/AFP/dpa

Dem französischen Energieriesen kommt der Ausfall etlicher Kernkraftwerke in diesem Jahr teuer zu stehen. Laut jüngstem Positionspapier geht der mehrheitlich staatliche Konzern, der komplett in französischen Besitz zurückkehren soll, allein dadurch von Einbußen von ungefähr 32 Milliarden Euro aus. Im September war noch von 29 Milliarden Euro Miese die Rede gewesen.

Dem liegt die Annahme zugrunde, dass EDF dieses Jahr zwischen 280 und 300 TWh produziert. Dies wäre der mit Abstand geringste Wert seit Jahren. Noch 2021 erzeugte der 56 Meiler starke Kernkraftwerkspark des Konzerns 359 TWh. In diesem Jahr sind es bislang lediglich 227 TWh gewesen.

27 Atomblöcke nicht am Netz

Im Laufe des Jahres war wegen Reparatur- und Wartungsarbeiten zeitweise mehr als die Hälfte der französischen Kernkraftwerke ausgefallen. Zuletzt produzierten 29 Meiler Strom, während 27 Blöcke nicht am Netz waren.

Anhaltende Sorgen über Frankreichs Kernkraftwerkspark stützen weiterhin die Preise am Strommarkt. So wurde in Frankreich zuletzt das Quartalsprodukt 1/23 für satte 840 Euro pro MWh gehandelt, wie Daten der Energiebörse EEX zeigen. In Deutschland kostete das vergleichbare Produkt 448 Euro pro MWh.

Teurer französischer Strom

Auch das Kalenderjahr Cal-23 war am Freitag mit 500 Euro pro MWh deutlich teurer als das entsprechende Produkt am deutschen Strommarkt (402 Euro pro MWh). (aba)

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