Sollen bald die Pfalzwerke leiten: Marc Mundschau (links) und Paul Anfang.

Sollen bald die Pfalzwerke leiten: Marc Mundschau (links) und Paul Anfang.

Bild: © Pfalzwerke

Die Pfalzwerke haben ihr Geschäft umgestellt. Energiesysteme und Ladesäuleninfrastruktur seien ein fester Bestandteil der Strategie geworden, erklärte der Vorstand auf der Hauptversammlung des Unternehmens.

Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete der Konzern aus Ludwigshafen am Rhein ein EBIT von 88,1 Mio. Euro. „Unser Ergebnis verdanken wir vorausschauender Planung und konsequentem Handeln, das auf zukunftsfähige Lösungen für eine digitale Energiewende und eine nachhaltige Zukunft setzt“, kommentiert Paul Anfang, Vorstand der Pfalzwerke.

Bei seiner Entwicklung setzte der Konzern vier Schwerpunkte: „Zum einen haben wir unsere Vertriebsorganisation neu ausgerichtet. Bisherige Geschäftsfelder wie Vertrieb und Handel sowie Energiedienstleistungen wurden gebündelt und in die neuen Vertriebsbereiche Privatkunden, Geschäftskunden und Elektromobilität überführt“, sagt Marc Mundschau, Vorstand der Pfalzwerke.

„Durch diese vertriebliche Neuaufstellung mit ganzheitlichen Angeboten für ihre Bedürfnisse versetzen wir unsere Kund*innen in die Lage, ihre persönliche Energie- und Mobilitätswende individuell umzusetzen.“

Weitere Schwerpunkte im Jahr 2023 waren demnach die Entwicklung eines konzernweiten Dekarbonisierungspfades mit dem Ziel Klimaneutralität 2040, verstärkte Investitionen in eine digitalisierte und leistungsfähige Netzinfrastruktur sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle auf der Basis von Digitalisierung und KI.

Pfalzwerke bauen Ladesäulen

Der Pfalzwerke-Konzern investierte 2023 rund 164 Millionen Euro, 78 Millionen Euro davon in das Stromnetz der Pfalzwerke Netz.
 
Ein weiterer Investitionsschwerpunkt war mit über 30 Millionen Euro der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. Die Pfalzwerke kooperieren hier mit Partnern aus dem Einzelhandel. Zudem haben sie für das „Deutschlandnetz“ eine Ausschreibung für 400 Ladepunkte gewonnen.

Insgesamt gebe es inzwischen rund 1.400 eigene öffentliche Ladepunkte in ganz Europa.

Der Fokus läge dabei auf Schnellladepunkten an stark frequentierten Orten. „Eine strategische Investition in diesem Bereich war auch die Beteiligung an der österreichischen EnerCharge. Das Unternehmen hat eine eigene Schnellladesäulen-Fertigung und bietet außerdem Hard- und Software im Bereich Ladelösungen an“, so Paul Anfang.

Weiteres Geschäfstfeld: Wärme

Im Geschäftsfeld Wärme habe das Unternehmen 2023 die vertriebliche Neuausrichtung abgeschlossen. Künftige Schwerpunkte seien die Immobilienwirtschaft mit Wohn- und Gewerbequartieren sowie Wärmelösungen für Industrie und Gewerbe.

Mehr Dividende

Die positiven Bilanzergebnisse ermöglichen die Ausschüttung einer Dividende von 8,00 Euro je Stückaktie (gesamt 14,8 Millionen Euro).

  • Mehr Infos aus Ludwigshafen: Auf seiner Reise zu den spannendsten Digitalisierungsprojekten in Deutschland hat ZfK-Podcast-Host Stefan Lennardt  seinen ersten Stopp bei den Pfalzwerken gemacht. Die neuste Folge von "Im Fokus" können Sie hier hören.
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(pfa)

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