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Bild: © Adobe Stock/Eyetronic

Die Diskussionen in den Kommunen um die Ausschüttungen der Stadtwerke werden in den kommenden Jahren intensiv werden. Stadtwerke benötigen zusätzliche Mittel für die Transformation der Versorgungsstrukturen und sind an Gewinnthesaurierung interessiert, gleichzeitig werden andere Aufgabenträger, etwa die kommunale Wohnungswirtschaft, vermehrt mit Investitionsanforderungen auf die Städte und Gemeinden zukommen, heißt es in der Stadtwerke-Studie 2022 von EY und BDEW.

Im Extremfall sei es sogar denkbar, dass sich deshalb Kommunen ganz von ihren Stadtwerken trennen müssen, prognostiziert Christian Meyer-Hammerström, Chef der Osterholzer in dem Branchenbarometer.

"Wenn die finanziellen Anforderungen an die Stadtwerke so weiterwachsen, werden sich einige Kommunen leider entscheiden müssen, denn einen Schmerz werden sie dann wohl ertragen müssen“, so Meyer-Hammerström. Als Folge dieser Situation werden auch weniger Erträge aus der Versorgung zur Quersubventionierung des Verkehrs Verfügung stehen, heißt es weiter in der Studie, obwohl dessen Investitionserfordernisse gleichwohl steigen würden.

Ausschüttungen sind nicht gesunken

Dennoch sind die Ausschüttungen in den vergangenen Jahren nicht gesunken, das gaben 81 Prozent der Befragten an. Die Finanzsituation der Stadtwerke verschlechtert sich laut der Studie langsam, aber bislang nicht auf dramatische Weise. Seit 2017 sank die Umsatzrentabilität der Versorger im Schnitt um drei Prozent.

Interessant ist, dass sich der wahrgenommene Geschäftserfolg der Kommunalversorger, etwa in 2021, laut Studie nicht mit den aus der Analyse gewonnenen Kennzahlen deckt. Die Auswertung der Jahresabschlüsse etwa zeige eine Veränderung des Verschuldungsgrades zwischen 2017 und 2020 von 164 auf 218 Prozent.

"Eigenwahrnehmung der Unternehmen weicht sehr stark von der Wirklichkeit ab"

„Die Eigenwahrnehmung der Stadtwerke im Hinblick auf die eigene Leistungsfähigkeit und die finanzielle Stabilität ist gegenüber der Praxis verzerrt“, schreiben die Studienautoren. Die Durchführung quantitativer und qualitativer Benchmarks habe gezeigt, dass die Eigenwahrnehmung der Unternehmen im Hinblick auf Effizienz, das Produktportfolio und die finanzielle Stabilität sehr stark von der Wirklichkeit abweiche. Besonders die Auswertungen der Jahresabschlüsse im Vergleich zur Eigenbewertung der Unternehmen zeige hier eine deutliche Lücke. (hoe)

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