Zum 1. Januar 2021 passt die EnBW die Grundversorgungspreise für Wärmestrom (Haushalte mit Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung) und Gas den aktuellen Marktentwicklungen an.

Zum 1. Januar 2021 passt die EnBW die Grundversorgungspreise für Wärmestrom (Haushalte mit Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung) und Gas den aktuellen Marktentwicklungen an.

Bild: © EnBW

Nach den ersten drei Quartalen belief sich das um die Sonderkosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Adjusted Ebitda) auf 3,7 Mrd. Euro.Damit setzt der Konzern den rückläufigen Trend fort, bleibt aber nach eigenen Angaben weiterhin im Rahmen der Erwartungen.

Die Normalisierung der außergewöhnlichen Preisniveaus an den Großhandelsmärkten im Vergleich zum Vorjahr schlagen sich in der Umsatz- und Ergebnisentwicklung nieder. Dank seiner „robusten integrierten Aufstellung“ sei der Konzern jedoch in der Lage, solide Ergebnisse erzielen zu können, hieß es aus Karlsruhe.

Rückläufiges Ergenbnis im größten Segment

Das Adjusted Ebitda des größten Segments Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur, in dem die Erneuerbaren sowie thermische Erzeugung und Handel gebündelt sind, belief sich nach dem dritten Quartal 2024 auf zwei Mrd. Euro, was einem Rückgang um 43 Prozent entspricht. Diese deutliche Reduzierung führt das Unternehmen vor allem auf ein niedriges Ergebnis der Pumpspeicherkraftwerke zurück. Eine positive Entwicklung gab es hingegen bei Laufwasserkraftwerken und im Offshore-Windbereich.

Im Bereich Thermische Erzeugung und Handel ging das Adjusted Ebitda um 48 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro zurück. Ursache dafür waren laut EnBW hauptsächlich die gesunkene Volatilität in der Bewirtschaftung der Gasspeicher und niedrigere Erlöse aus der Vermarktung der Kraftwerkserzeugung.

Im zweitgrößten Segment Systemkritische Infrastruktur, das die Transport- und Verteilnetze für Strom und Gas umfasst, stieg das Adjusted Ebitda hingegen um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,8 Mrd. Euro. Höhere Erlöse aus der Netznutzung insbesondere durch Rückflüsse aus gestiegener Investitionstätigkeit wirkten sich hier positiv aus, so die Begründung.

Höhere Investitionen

In den ersten neun Monaten lagen die Nettoinvestitionen mit rund 3,4 Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 2,33 Mrd. Euro (+45,8 %). Zu den Leuchtturmprojekten zählt der Konzern den 960-MW-Offshore-Windpark He Dreiht. Inzwischen wurden dort erfolgreich alle 64 Fundamente gesetzt. Seine Inbetriebnahme ist für Ende 2025 vorgesehen.

Hohe Investitionen entfielen zudem auf den Ausbau der Stromübertragungs- und Verteilnetze. Dazu gehören die Projekte der EnBW-Tochter TransnetBW GmbH, wie etwa die Errichtung der Windstromtrasse Suedlink.

Als ein wesentliches Instrument für die Finanzierung der Vorhaben habe EnBW die sogenannten grünen Anleihen identifiziert. Einschließlich der jüngsten Emission aus Oktober 2024 auf dem australischen Markt über 616 Mio. Euro wurden seit 2018 grüne Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 7,3 Mrd. Euro begeben. (am)

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