Die Konzernzentrale der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) in Karlsruhe

Die Konzernzentrale der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) in Karlsruhe

Bild: @ Uli Deck/EnBW

Der Energiekonzern EnBW hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sein bereinigtes operatives Ergebnis (Adjusted EBITDA) um 20,5 Prozent auf 945 Mio. Euro gesteigert. Das Plus sei wesentlich auf die gute Entwicklung im Geschäftsfeld erneuerbare Energien zurückzuführen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Die Umsatzerlöse gingen im gleichen Zeitraum allerdings um 497 Mio. Euro auf 5,4 Mrd. Euro zurück. Als Ursache gab der Konzern gesunkene Gaspreise an.

Durch die Inbetriebnahme der Offshore-Windparks Hohe See und Albatros erwarte EnBW für 2020 vor allem bei den erneuerbaren Energien ein deutlich höheres Ergebnis, erklärte Finanzvorstand Thomas Kusterer. Jedoch seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Gesamtjahr aktuell noch mit hohen Unsicherheiten behaftet. "Sicher ist: Wir werden einen negativen Corona-Effekt spüren", sagte Kusterer. 

Nach Analyse sind "Gegenmaßnahmen" nicht auszuschließen

In den kommenden Wochen sollen die Auswirkungen der Krise genauer analysiert werden. Die Karlsruher schließen nicht aus, "bei Bedarf gezielt Gegenmaßnahmen einzuleiten". Aktuell sei EnBW noch zuversichtlich, die Ergebnisziele für das laufende Jahr "zumindest am unteren Ende der Prognose" noch erreichen zu können. Das um Sonderffekte bereinigte operative Ergebnis sollte 2020 in einer Bandbreite von 2,75 bis 2,9 Mrd. Euro liegen.

Unterm Strich wurde beim Konzernergebnis ein Verlust von 10,4 Mio. Euro verbucht, im Vergleich zu einem einem Plus von 273,8 Mio Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie belief sich damit auf minus 0,04 Euro. Ursache war demnach vor allem das gesunkene Finanzergebnis, das von der Stichtagsbewertung der Wertbestände des Karlsruher Energiekonzerns geprägt gewesen sei.

Turbulenzen an Wertpapiermärkten belasten Finanzergebnis

So sackte das Finanzergebnis aufgrund des Rückgang aus der Marktbewertung von Wertpapieren in den ersten drei Monaten um insgesamt 474,1 Mio. Euro auf minus 464,3 Mio. Euro ab. Zurückzuführen sei dies auf die "Unsicherheiten an den globalen Wertpapiermärkten aufgrund der Corona-Pandemie", heißt es in der Quartalsmitteilung der Energieversorgers. Infolgedessen sei das EnBW-Deckungsvermögen entsprechend gesunken. (hil)

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