Von Pauline Faust
Lichtblick setzt auf Speichertechnologie und hat nun mit dem Bau seines ersten Großbatteriespeichers begonnen. In Röhrsdorf bei Chemnitz in einem Gewerbegebiet baut die Tochter des niederländischen Eneco-Konzerns einen Speicher mit rund 100 Megawatt Leistung und einer Speichertiefe von vier Stunden. Damit sei es eines der größten Speicherprojekte im Netzgebiet des Verteilnetzbetreibers Mitnetz Strom, erklärt Lichtblick.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich demnach auf 100 Millionen Euro. Im Kern der Anlage werden 84 Batteriespeicher-Container des Technologiepartners Fluence verbaut, jeder mit einer Kapazität von bis zu 5,6 Megawattstunden. Anfang 2027 soll der Speicher ans Netz gehen.
"Großbatteriespeicher sind ein Schlüsselbaustein für das Energiesystem von morgen", erklärt Enno Wolf, COO von Lichtblick. Es ist ein interessantes Bekenntnis, zumal das politische Bekenntnis zu der Technologie noch aussteht. Auch im Versorgungssicherheitsbericht der Bundesnetzagentur wurden sie noch nicht miteinbezogen.
Vermarktung von Flexibilität
Vertragspartner für die Vermarktung des Speichers wird die Eneco Energy Trade. Der Handelsarm des Lichtblick-Mutterkonzerns Eneco wickelt den Energiehandel für die Hamburger ab.
In Deutschland vermarktet Eneco seit 2018 Batteriekapazität über die eigene EnspireME-Batterie in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus bietet Eneco in Deutschland Dienstleistungen für Dritte über Tolling- oder Marktindexverträge an.
"Für die Energiewende benötigen wir große Mengen an flexiblen Kapazitäten. Daher bin ich unglaublich stolz darauf, dass wir hier in Röhrsdorf diesen Batteriespeicher bauen – der größte im Portfolio von Eneco", sagt Kees-Jan Rameau, Vorsitzender des Verwaltungsrats von Lichtblick und CEO des niederländischen Energiekonzerns Eneco. "Dieser Großbatteriespeicher ist gut für die Stabilität des gesamten Netzes, ermöglicht uns aber auch eine bessere Nutzung von nachhaltig erzeugtem Strom, was den Menschen in dieser Region und in ganz Deutschland zugutekommt."



