Der Enercity-Konzern aus Hannover steigert sein Ergebnis (EBIT) im ersten Halbjahr dieses Jahres auf 153,6 Millionen Euro und liegt damit um 16,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, das geht aus den Zahlen für das erste Halbjahr hervor, welche die Hannoveraner am Donnerstag vorstellten.
„Wir erwarten Ergebnis über 400 Millionen in 2023“, erklärte Enercity-CEO Susanna Zapreva bei der Pressekonferenz in der kürzlich eingeweihten neuen Konzernzentrale.
Der Umsatz stieg im siebten Jahr in Folge gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 4,7 Mrd. Euro. 9 Mrd. Euro sollen es in diesem Geschäftsjahr noch werden. „Wir sind schon lange kein Regionalversorger mehr, über 60 Prozent unseres Umsatzes kommt von außerhalb Hannovers“, sagte die CEO.
„Unsere Transformation vom Versorger zum Dienstleister ist abgeschlossen. Jetzt geht es darum, eine Lösungsplattform für klimaneutrale Energie für unsere Kunden zu werden.“ Zu diesem Zweck plant das Unternehmen eine Vervierfachung der installierten Leistung für die klimaneutrale Stromproduktion bis zu Beginn der nächsten Dekade.
2035: Nur noch Erneuerbaren-Strom
Im Jahr 2035 soll die Stromproduktion bereits vollständig klimaneutral sein, die Ausbaugeschwindigkeit der erneuerbaren Energien soll im Vergleich zu heute verdreifacht werden: 3 bis 4 GW will Enercity entwickeln.
Bis zum Jahr 2035 visiert Enercity eine installierte Leistung von insgesamt rund 8 GW an erneuerbaren Energien für die Stromproduktion an.
Auch die Wärme-, Wasser- und Telekommunikationsnetze sollen weiter ausgebaut werden. Durch den Kohleausstieg bis Ende 2026 wird die Fernwärme in Hannover bereits im Jahr 2027 zu mindestens 75 Prozent aus erneuerbaren Energien und bis 2035 vollständig klimaneutral erzeugt. „Wir gestalten derzeit die Wärmewende in 300 Kommunen Deutschlands“, erklärt Zapreva.
Investitionsschub im ersten Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2023 hat Enercity 596 Millionen Euro investiert. Insbesondere in den Ausbau des Wind- und Photovoltaikportfolios, der Wärmewende, den Ausbau des Fernwärmenetzes in Hannover sowie kundennahe Dienstleistungen wie Elektromobilität hat das Energieunternehmen investiert. (pfa)



