Aurelie Alemany ist seit 1. Juli Vorstandsvorsitzende von Enercity.

Aurelie Alemany ist seit 1. Juli Vorstandsvorsitzende von Enercity.

Bild: © Enercity

Von Hans-Peter Hoeren

Der Kommunalversorger Enercity aus Hannover hat durch einen Zukauf sein Lösungsportfolio rund um die Energiewende weiter gestärkt. Der Energiedienstleister gab vor Kurzem den Erwerb des Energie-Handelsgeschäfts von Hanwha Qcells bekannt.

"Wir übernehmen den Bereich Dienstleistungen und Versorgung im Privatkundensegment für Strom und Wärme und sorgen so für Stabilität und Verlässlichkeit bei den Kund:innen", erklärt Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende von Enercity. Die Verträge werden dabei laut Pressemitteilung vollständig übernommen und unter gleichen Bedingungen fortgeführt.
 

Stromproduktion von Enercity soll bis 2035 klimaneutral sein

Zusätzlich übernimmt Enercity mehrere Photovoltaik-Anlagen sowie in Planung befindliche PV-Projekte mit einer installierten Leistung von insgesamt knapp 20 Megawatt. Der erneuerbare Strom wird dabei wie bisher gemäß den bestehenden Verträgen veräußert oder im Rahmen des EEG-Förderregimes vermarktet. "Im vergangenen Jahr stammten bereits mehr als 50 Prozent des von Enercity erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Bis zum Jahr 2035 wird unsere Stromproduktion vollständig klimaneutral sein", führte Alemany aus.

Der Photovoltaikhersteller Hanwha Qcells trennt sich darüber hinaus von seinen Anteilen an der Lynqtech GmbH. Die Enercity digital GmbH, eine 100-Prozent-Tochter der Enercity AG und bisher mit rund 35 Prozent an Lynqtech beteiligt, wird damit alleinige Eigentümerin des Unternehmens. Lynqtech ist eine Cloud-Plattform, die vertriebsrelevante Prozesse in Energieversorgungsunternehmen von Anfang bis Ende ("End-to-End") in Echtzeit vernetzt: vom Vertragsabschluss über den Kundenservice bis zur Abrechnung sämtlicher Produkte, die ein Endkunde bezieht.

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