Das Verwaltungsgebäude der Energiedienst Holding AG in Rheinfelden.

Das Verwaltungsgebäude der Energiedienst Holding AG in Rheinfelden.

Bild: © Energiedienst

Die deutsch-schweizerische Energiedienst Holding AG hat im ersten Halbjahr ihren Betriebsertrag gegenüber der Vorjahresperiode um 15 Millionen Euro auf 547 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von rund drei Prozent. Auch operativ hat sich die Unternehmensgruppe laut Pressemitteilung gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter verbessert. Der Adjusted Ebit, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern, steigt auf 26 Millionen Euro. Er liegt damit acht Prozent oder rund zwei Millionen Euro über dem Vorjahr.

Hinter der positiven Entwicklung stünden steigende Energiepreise, Erfolge im Vertrieb von Strom, Gas und Dienstleistungen, eine ordentliche Wasserführung und Produktion sowie eine positive Entwicklung im Photovoltaikgeschäft, teilt das Unternehmen mit. Bei Strom und Gas sei nicht nur die Corona-Absatzdelle des Vorjahres kompensiert, sondern auch ein zusätzliches Absatzwachstum erzielt worden. Die abgesetzte Energie konnte um 140 Millionen Kilowattstunden (kWh) – ein Plus von sieben Prozent – gesteigert werden.

Hohe positive Bewertungseffekte

Der Ebit übersteigt den entsprechenden Vorjahreswert konsolidiert um rund 31 Millionen Euro und beträgt rund 43 Millionen Euro. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus der positiven Kapitalmarktentwicklung im ersten Halbjahr 2021, die zu ergebniswirksamen Bewertungseffekten bei der Personalvorsorge Deutschland führt. Die Vorjahresperiode war dagegen durch negative Kapitalmarkteffekte belastet. Da die Energiedienst Holding AG ihre Geschäftszahlen nach Swiss GAAP FER publiziert, werden diese Effekte direkt im Ebit gebucht.

Eine wichtige Weichenstellung vermeldet die EnBW-Tochter zudem für das Photovoltaikgeschäft, das neu strukturiert wird. Die beiden Schweizer Photovoltaik-Unternehmen der Unternehmensgruppe Tritec AG und Winsun AG fusionieren zum 1. Januar 2022. Ziel sei es, die Effizienz weiter zu steigern. Dazu werden Prozesse und Systeme harmonisiert, die Geschäftsleitung bilden die bisherigen Geschäftsführer beider Gesellschaften, Roland Hofmann und Silvio Gely. Mit der Fusion erhalte die Energiedienst-Gruppe eine noch stärkere Position auf dem fragmentierten Schweizer PV-Markt, heißt es.

"Unsere auf Klimaneutralität gestützte Wachstumsstrategie führt zu einer deutlichen Steigerung im Adjusted Ebit“, erklärte Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG.  Bei einer fortgesetzten Erholung der Konjunktur, einer stabilen Entwicklung des Kapitalmarktes und einer durchschnittlichen Wasserführung im zweiten Halbjahr könnte laut Geschäftsleitung zum Jahresende ein Ebit von über 60 Millionen Euro erreicht werden. (hoe)

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