Mittelfristig stehen bei den Französen Vermögenswerte in Höhe von acht Milliarden Euro auf dem Prüfstand und damit doppelt so viel wie ursprünglich angenommen. Ausbauen will Engie dagegen das Geschäft mit erneuerbaren Energien, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Analystenpräsentation hervorgeht.
Der Versorger kämpfte im ersten Halbjahr wie die meisten Unternehmen mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn habe sich auf 700 Mio. Euro mehr als halbiert. Unter dem Strich verzeichnete Engie eine schwarze Null. Die Pandemie belastete dabei das Ergebnis mit 850 Mio. Euro, betroffen war vor allem das Kundengeschäft. Der Umsatz nahm um rund neun Prozent auf 27,4 Milliarden Euro ab.
Im zweiten Halbjahr soll es besser werden
Der Versorger erwartet für das zweite Halbjahr eine Erholung. Für das gesamte Jahr geht das Management dennoch von einem deutlichen Gewinnrückgang aus. Demnach dürfte der bereinigte Nettogewinn 2020 zwischen 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro liegen. Der Vorstand hatte im April seine ursprüngliche Prognose von 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro wegen der Pandemie zurückgezogen. 2019 hatte Engie 2,7 Milliarden Euro erzielt. (dpa/hil)



