Vertiefung einer regionalen Partnerschaft: (von links) Stefan Krämer, Vorstandsstandvorsitzender der Enni-Unternehmensgruppe und  Ludger Lange, der auch Geschäftsführer der neuen Enni Straßen & Tiefbau GmbH sein wird.

Vertiefung einer regionalen Partnerschaft: (von links) Stefan Krämer, Vorstandsstandvorsitzender der Enni-Unternehmensgruppe und Ludger Lange, der auch Geschäftsführer der neuen Enni Straßen & Tiefbau GmbH sein wird.

Bild: © Enni

Der Regionalversorger Enni aus Moers am Niederrhein baut dank eines Zukaufs erstmals seine Tiefbau-Kapazitäten aus. Der Energiedienstleister übernimmt das in der Region ansässige Orsoyer Unternehmen Lange mit seinen 15 Mitarbeitenden. Dieses heißt ab sofort Enni Straßen- und Tiefbau GmbH.  Ein Kaufpreis wurde in der Pressemitteilung nicht genannt.

Enni hatte sich nach eigenen Angaben schon länger damit beschäftigt, eigene Kapazitäten im Straßen- und Tiefbau aufzubauen. Denn im Zuge der Erneuerungsstrategie für Energie- und Wassernetze und die Moerser Kanäle bekam das Unternehmen die Folgen knapper Baukapazitäten und stark steigender Preise für Tiefbauleistungen zu spüren. Zwischen beiden Unternehmen gab es zudem langjährige Geschäftsbeziehungen, Enni war zuletzt der wichtigste Kunde von Lange.

Für Enni hat das Geschäft strategische Bedeutung. Denn Ressourcen werden im Tiefbau immer knapper. „Da ist es gut, für einen Teil die Zügel selbst in der Hand zu halten“, sagt der Vorstandsvorsitzende von Enni, Stefan Krämer. Perspektivisch kann er sich vorstellen, die bisherigen Aktivitäten in den Bereichen Kanal- und Straßenbau auch auf das Energiegeschäft auszuweiten und weitere Arbeitsplätze zu schaffen.

Neue Tochter soll in gemeinsamen Standort integriert werden

Das Unternehmen bleibt zunächst am Standort am Orsoyer Meldeweg. Krämer möchte es aber zur Reduzierung der täglichen Fahrtstrecken mittelfristig in den gemeinsamen Standort aller Enni-Unternehmen in Moers-Hülsdonk integrieren. Auch die Enni Straßen- und Tiefbau GmbH wird dabei zunächst in den Geschäftsfeldern Straßen- und Tiefbau sowie Kanalbauarbeiten und Kanalreparaturen tätig sein. Geschäftsführer der neuen Tiefbautochter soll in den nächsten etwa drei Jahren Unternehmer Ludger Lange bleiben, der aktuell eine Nachwuchskraft für die künftige Übernahme der Leitungsposition aufbaut.

Aufgrund der knappen Baukapazitäten haben in den vergangenen Jahren immer wieder Energieversorger Tiefbauunternehmen übernommen. Beispiele hierfür sind etwa die Pfalzwerke, N-Ergie oder die Stadtwerke Villingen-Schwenningen. (hoe)

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