Von Artjom Maksimenko
Privatpersonen sollen künftig wirtschaftlich und sozial an Erneuerbarenlösungen partizipieren, so die Idee des Energiekonzerns EnBW. Die auf das frühphasige Innovationsgeschäft spezialisierte EnBW-Tochter Enpulse Ventures hat dafür das Start-up Okka Energy ausgegründet.
Okka Energy hat demnach eine innovative Lösung entwickelt, mit der Verbraucherinnen und Verbraucher "unkompliziert von sauberer Energie profitieren und damit an der Energiewende teilhaben" können. Mit einem dualen Produkt aus einem flexiblen Stromtarif und virtuellen Beteiligungen an Solar- und Windanlagen ermöglicht Okka erhebliche Kosteneinsparungen.
Ausgründung für Energysharing-Ansatz
Die Ausgründung des Start-ups sei eine Reaktion auf das hohe Marktpotenzial von Energysharing. Denn über 60 Prozent der deutschen Haushalte würden sich für die Erneuerbaren interessieren, teilte EnBW mit Verweis auf die Erhebung des Energiewendebarometers 2024 der KfW mit. Gleichzeitig gaben 41 Prozent der Befragten an, dass ihre möglichen Investitionen, beispielsweise in PV-Anlagen an zu hohen Kosten scheitern würden.
Die ursprüngliche Geschäftsidee als Kombination von Investition und Strombezug habe Venture-Builder Enpulse auf Machbarkeit und Zukunftsfähigkeit geprüft und zur Marktreife weiterentwickelt.
Dynamischer Tarif
Privathaushalte können somit aktiv an der Energiewende partizipieren, ohne in zusätzliche Hardware mit hohen Anschaffungskosten zu investieren. Zusätzlich stärken sie durch ihre Beteiligungen in virtuelle Energieanlagen nachhaltige Infrastrukturen. "Unser Ziel ist es, Wind- und Solarenergie für alle zugänglich zu machen. Mit der Okka-App können Privatpersonen schon mit kleinen Beträgen in die Energiewende investieren – ganz ohne hohe Kosten oder Aufwand", erläuterte Jelena Mrvelj, Geschäftsführerin von Okka Energy.
Dabei würden die Nutzer von einem flexiblen Stromtarif profitieren, der sich an den aktuellen Strombörsenpreisen orientiert. Dabei helfe ihnen die App, volle Kontrolle über ihren Energieverbrauch, ihre Stromkosten sowie ihren Anteil an den virtuellen Energieanlagen zu behalten. Virtuelle Modelle hätten grenzenlose Flexibilität, unabhängig von hohen Anschaffungskosten oder der Logistik eigener Dächer und Balkone. "Daher freuen wir uns sehr, ein zukunftsgewandtes Unternehmen an den Markt zu bringen, das gleichzeitig den Ausbau der Erneuerbaren fördert", so Karin Klaus, Geschäftsführerin von Enpulse Venture.



