Beschäftigte in Deutschland sind nach rund anderthalb Jahren Corona noch lange nicht Homeoffice-müde, im Gegenteil: Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) derjenigen, die zu Hause gearbeitet haben, wollen dies auch zukünftig tun, davon 26 Prozent täglich und 45 Prozent mehrmals pro Woche – vor allem, weil der Arbeitsweg wegfällt.
Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Eon unter Erwerbstätigen im Homeoffice. Im Mai 2020 sagten dies lediglich 58 Prozent. Besonders hybrides Arbeiten ist noch beliebter geworden: 45 Prozent wünschen sich, mehrmals pro Woche im Homeoffice zu arbeiten – im Vorjahr, zu Beginn der Pandemie, waren es 36 Prozent.
Die Gründe für das Homeoffice
Die Angaben beruhen auf einer Online-Umfrage von YouGov Deutschland, an der 1070 Personen zwischen dem 23. und 26. Juli teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind nach Angaben von Eon repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
Die Motive für den Wunsch nach Homeoffice sind vielfältig: Für den Großteil der Befragten (70 Prozent) ist die eingesparte Zeit durch den entfallenden Arbeitsweg entscheidend. Ebenfalls häufig genannt wird eine flexiblere Arbeitszeiteinteilung (57 Prozent). Die eingesparten Kosten aufgrund der entfallenden Fahrtstrecke zum Arbeitsplatz nannten 52 Prozent als Beweggrund. Eng damit verknüpft ist das Motiv, durch den entfallenen Arbeitsweg die Umwelt zu schützen (43 Prozent).
Zu Hause arbeiten ist billiger als pendeln
Tatsächlich lohnt sich Homeoffice für Autofahrer bereits ab wenigen Kilometern täglicher Pendelstrecke – finanziell und für die Umwelt. Wer mit dem Auto zur Arbeit fährt und dabei mehr als 5,2 Kilometer zurücklegt, gibt für die Fahrt zum Arbeitsplatz nach Berechnungen von Eon mehr aus als für die zusätzlich anfallenden Energiekosten zu Hause, die u. a. durch die Nutzung von Laptop, Lampen und Kaffeemaschine entstehen. Selbst bei sparsamen Elektroautos lohnt sich Homeoffice bereits ab einer Pendelstrecke von rund 11,5 Kilometern.
Neben den Vorteilen für das Homeoffice sehen die Erwerbstätigen aber auch die zahlreichen Benefits des Büros. An erster Stelle steht hier der persönliche Kontakt zu den Kollegen: 67 Prozent sehen darin einen Vorteil. Zudem spricht die bessere Ausstattung mit Arbeitsgeräten (42 Prozent) und die persönliche Teilnahme an Meetings (40 Prozent) für die Arbeit vor Ort. Einige sehen den Arbeitsweg auch positiv – sie schätzen die damit einhergehende Bewegung (31 Prozent). Auch in den Arbeitsmöbeln im Büro wird teils ein Vorteil gesehen (30 Prozent).
Flexible Arbeitsweise wird weiterentwickelt
Bei Eon haben Unternehmen und Mitbestimmung eine deutschlandweit gültige Grundsatz- und Rahmenvereinbarung für ein hybrides Arbeitsmodell abgeschlossen. Auf Grundlage der während der Pandemie entstandenen Arbeits- und Vertrauenskultur werde so eine flexible Arbeitsweise weiter gestärkt und in die Zukunft weiterentwickelt, heißt es in einer Mitteilung des Versorgers. (hp)


