"Wir stehen voll hinter den Sanktionen der Europäischen Union": Eon-Vorstandsvorsitzender Leonhard Birnbaum verurteilt den Angriff Russlands auf die Ukraine scharf.

"Wir stehen voll hinter den Sanktionen der Europäischen Union": Eon-Vorstandsvorsitzender Leonhard Birnbaum verurteilt den Angriff Russlands auf die Ukraine scharf.

Bild: © Eon

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Eon einen bereinigen Konzernüberschuss von 3,1 Mrd. Euro erzielt und damit rund 340 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Das Adjusted Ebitda erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 16 Prozent auf 9,4 Mrd. Euro.

Aufgrund der eingetretenen Einmaleffekte werde sich das Ergebnis 2024 so nicht wiederholen, ordnete Eon-Vorstandschef, Leonhard Birnbaum, das Ergebnis bei der Bilanzpressekonferenz in Essen ein.

Investitionsfokus auf die Verteilnetze

Im abgelaufenen Jahr hatte Eon nach eigenen Angaben 6,4 Mrd. Euro investiert und damit 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Den absoluten Schwerpunkt bildeten dabei die Ausbau- und Modernisierungsmaßnahmen in die Verteilnetze mit 5,2 Mrd. Euro. Als entsprechend profitabel erwies sich das Netzgeschäft auch in der Jahresbilanz. Mit 6,6 Mrd. von insgesamt 9,4 Mrd. Euro machte diese Sparte den größten Anteil des Adjusted Ebitda 2023 aus.

Entlastungen beim Engpassmanagement

Durch die Optimierung und den Ausbau der Netze ergaben sich demnach deutliche Entlastungen beim Engpassmanagement. "Diese Vorteile geben wir über niedrigere Netzentgelte an unsere Kunden weiter", so Birnbaum weiter.

Prozentual am stärksten zugelegt habe dabei der Bereich Kundenlösungen, der 2,8 Mrd. Euro – und damit 66 Prozent mehr – zum Adjusted Ebitda beisteuern konnte. Dabei habe das Unternehmen die niedrigeren Großhandelspreise an seine Endkunden weitergegeben, was die Sparte belastet hatte.

Prognose für 2024 unter Vorjahresergebnis

Nach dem Rekordergebnis von 9,4 Mrd. Euro im Jahr 2023 gibt sich der Konzern bei der Prognose für 2024 bescheidener und erwartet ein Adjusted Ebitda zwischen 8,8 und 9 Mrd. Euro. Nach 3,1 Mrd. Euro soll der bereinigte Konzernüberschuss für 2024 zwischen 2,8 und 3 Mrd. Euro liegen. Wo Eon deutlich zulegen will, sind die Investitionen.

42 Mrd. Euro bis 2028

Bis 2028 wollen die Essener 42 Mrd. Euro in die Hand nehmen. Von diesen europaweiten Investitionen sollen 70 Prozent davon in die Projekte in Deutschland fließen. "Nach Jahren der grundlegenden Veränderungen und Umstrukturierung des Konzerns sind wir es, die das neue Energiesystem gestalten", so Birnbaum zu Journalisten.

Ein Großteil dieser Milliardeninvestitionen soll in die Netze fließen. Aus gutem Grund, findet Birnbaum: "Unser Netzgeschäft ist ein Wachstumsgeschäft, das im Zentrum der Aufmerksamkeit von Politik, Öffentlichkeit und Investoren steht." Doch auch von dem Geschäft mit nachhaltigen Kunden- und Energieinfrastrukturlösungen erwarte Eon vor dem Hintergrund der europäischen Energie- und Klimaziele mittelfristig deutliche Ergebniszuwächse. (am)

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