Der Magdeburger Energiedienstleister G+E Getec steht einem Medienbericht zufolge kurz vor dem Verkauf. Der schwedische Finanzinvestor EQT wolle sich von seinem 75-prozentigen Anteil trennen, berichtete die "Welt am Sonntag" am Samstag unter Berufung auf Finanzkreise. Auch die übrigen Anteile, die Gründer Karl Gerhold hält, dürften mitveräußert werden.
Als Kaufpreis berichtete die Zeitung von rund vier Milliarden Euro, was dem Zwanzigfachen des operativen Jahresergebnisses (Ebitda) von G+E Getec entspricht.
Diese Energiekonzerne sollen Interesse zeigen
Als Kaufinteressenten gelten demnach Energiekonzerne wie die französische Engie oder der deutsche Immobiliendienstleister Ista. Auch Finanzinvestoren wie Macquarie und Blackstone sollen ein Auge auf G+E Getec geworfen haben. Die angesprochenen Unternehmen wollten dem Bericht zufolge zu Marktgerüchten nicht Stellung nehmen.
Der Energieversorger G+E Getec zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Contracting-Spezialisten für Industrie und Wohnungswirtschaft in Deutschland und Europa. Die Unternehmensgruppe mit 50 Standorten beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter und betreibt Blockheizkraftwerke mit einer Gesamtkampazität von über 5400 MW. EQT hatte erst im Früjahr 2017 die Mehrheit an G+E Getec übernommen. (dpa/hoe)


