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Erstes kommunales Netzwerk für Nachhaltigkeit startet

Einige westfälische Städte wollen in ihren Verwaltungen das Thema Nachhaltigkeit voranbringen. Der Schwerpunkt der Netzwerkarbeit liegt dabei auf den Themen Beschaffung und Bauen.
09.06.2022

Die Städte Lünen, Herten, Recklinghausen und Werne, die Gemeinde Welver sowie der Kreis Recklinghausen wollen in dem ersten kommunalen Netzwerk für Nachhaltigkeit gemeinsam Ideen, Lösungen und Handlungskonzepte erarbeiten, um in den eigenen Verwaltungen Nachhaltigkeit nach vorne zu bringen. Das Bild zeigt sämtliche Teilnehmer.

In der Region Westfalen ist das nach eigenen Angaben bundesweit erste kommunale Klimaschutz Netzwerk mit dem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit gegründet worden. Nachhaltige Beschaffung und nachhaltiges Bauen stehen dabei laut Pressemitteilung  im Fokus der Netzwerkarbeit.

Die Städte Lünen, Herten, Recklinghausen und Werne, die Gemeinde Welver sowie der Kreis Recklinghausen werden gemeinsam Ideen, Lösungen und Handlungskonzepte erarbeiten, um in den eigenen Verwaltungen Nachhaltigkeit nach vorne zu bringen. Die Green Navigation GmbH aus Unna hat das Konzept entwickelt, die Fördergelder eingeworben und übernimmt nun die Netzwerkorganisation.

Die Idee zum Aufbau eines kommunalen Netzwerks für Nachhaltigkeit ist aus der Beraterpraxis der Green Navigation entstanden. „Viele Kommunen kümmern sich seit Jahren erfolgreich um Klimaschutz. Nun gilt es, Aspekte der Nachhaltigkeit in die Kommunalverwaltungen zu implementieren. “ erklärt Vera Schürmann, Geschäftsführerin der Green Navigation GmbH.

Förderung durch das BMWK

Das Konzept wurde so ausgestaltet, dass die Förderkriterien der Kommunalrichtlinie eingehalten werden und das Netzwerk mit 70  Prozent vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird.

Das „Kommunale Netzwerk Nachhaltigkeit – KNN“ läuft insgesamt 3 Jahre. In vier Treffen pro Jahr werden die Teilnehmer mittels Input von Fachberatern Maßnahmen für eine nachhaltige Kommune erarbeiten. Es sollen individuelle Prozessbeschreibungen für eine nachhaltige Beschaffung umgesetzt werden.

In Terminen vor Ort werde mit fachlicher Begleitung die Einbindung einer nachhaltigen Beschaffung in den Verwaltungsalltag durchgeführt, heißt es. Für den Schwerpunkt nachhaltiges Bauen werden Bauvorhaben in den einzelnen Kommunen bewertet, Möglichkeiten einer nachhaltigen Bauweise konkretisiert und Maßnahmen definiert.

Erarbeitung neuer Richtlinien und Leitfäden

„Die Bereiche Bauen und Beschaffung sind große Hebel einer Verwaltung, um Klimaschutz und Nachhaltigkeit aktiv voranzutreiben.“ erläutert Schürmann. Die Umsetzung beziehe sich auf die gesamte Verwaltung. Fachbereich übergreifend müssten neue Richtlinien, Vorgaben und Leitfäden erarbeitet werden, um Aspekte der Nachhaltigkeit im Verwaltungsalltag erfolgreich zu verankern. 

In dem Netzwerk sollen genau diese Instrumente erarbeitet werden. Die Kombination aus gezielter Fachberatung und Erfahrungsaustausch sollen zu praxisrelevanten Maßnahmen und Unterstützung bei der Umsetzung führen. Das Netzwerkkonzept wurde so ausgerichtet, dass nicht nur die Bereiche Klima- und Umweltschutz, sondern auch weitere Fachbereiche einer Kommune in die Netzwerkarbeit eingebunden werden. (hoe)