Das erste zertifizierte Wasserstoffkraftwerk Deutschlands ist in Leipzig in Betrieb gegangen.

Das erste zertifizierte Wasserstoffkraftwerk Deutschlands ist in Leipzig in Betrieb gegangen.

Bild: © Jan Woitas/dpa

Das Herzstück des Heizkraftwerks Leipzig-Süd bilden zwei Gasturbinen mit jeweils 62,5 MW elektrischer Leistung. Der Abgasstrom der Turbinen wird in den nachgeschalteten Heißwassererzeugern genutzt, um jeweils 81,5 MW thermische Leistung für die Wärmeversorgung der Leipziger bereitzustellen.

Bei diesem Kraft-Wärme-Prozess steigt der Brutto-Gesamtwirkungsgrad nach Unternehmensangaben auf über 93 Prozent. Durch modernste Gasturbinentechnologie und den Einsatz von Katalysatoren würden die Stickoxid- und Kohlenmonoxid-Emissionen weit unter die gesetzlich zulässigen Werte reduziert, hieß es weiter.

Betrieb zunächst mit Erdgas

Sein Richtfest feierte das innovative Heizkraftwerk bereits 2021. Damals kündigten die Stadtwerke seine Fertigstellung für Ende 2022 an. Bis die Strom- und Wärmeversorgung über die Anlage mit grünem Wasserstoff und synthetischen Brennstoffen gewährleistet ist, dauert es noch bis 2025. Erst dann würden die erforderlichen Mengen zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung stehen, hieß es aus Leipzig. Bis dahin laufe die KWK-Anlage mit Erdgas als Brückentechnologie.

Wasserstoff sei einer der Energieträger der Zukunft, sagte Klaus-Dieter Barbknecht, Präsidiumsmitglied im Weltenergierat, bei der feierlichen Inbetriebnahme des Heizkraftwerks in Leipzig. „Entscheidend wird sein, dass die Herstellungskosten für grünen Wasserstoff über die Elektrolyse mit Erneuerbaren Energien gesenkt werden. In der Anlaufphase ist deshalb für die Erzeugung eine Anschubfinanzierung sinnvoll“, forderte er. (am/dpa).

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