Der hessische Energieversorger EVO hat trotz Corona-Pandemie seinen Überschuss um mehr als 50 Prozent auf fast 21 Millionen Euro gesteigert. Zudem schloss er drei Großprojekte ab, wie Christoph Meier, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, in einer virtuellen Bilanzpressekonferenz bekanntgab.
Eröffnet ist inzwischen ein Rechenzentrum auf dem EVO-Gelände. Der Energieversorger nahm ebenso einen neuen Windpark in Betrieb und schloss die Modernisierung des Müllheizkraftwerks ab.
Kohleaus- und Windaufstieg
Auch beim Ausstieg aus der Kohle sei die EVO einen wichtigen Schritt vorangekommen, berichtete Meier. In den vergangenen 20 Jahren habe der Energieversorger den Einsatz von Kohle im Heizkraftwerk am Nordring von beinahe 120.000 auf knapp 70.000 Tonnen reduziert. "Fast die Hälfte des Weges haben wir schon hinter uns gebracht", sagte er.
Zugleich sei der Anteil der erneuerbaren Energien an der Eigenstromerzeugung von null auf nahezu 50 Prozent gestiegen. Verantwortlich dafür sind vor allem die mittlerweile fünf Windparks in Hessen und Rheinland-Pfalz, die das Unternehmen gemeinsam mit den Partnern betreibt.
3,1 Mio. Euro bleiben im Unternehmen
Diese machten sich in der Bilanz bemerkbar. Die "stark positiven Beiträge" aus dem Windgeschäft seien neben einem strikten Sparkurs "wesentlich" für das Ergebnis gewesen, sagte Meier.
Die EVO schüttet angesichts der positiven Geschäftszahlen "zum ersten Mal seit vielen Jahren" nicht den gesamten Überschuss an die Anteilseigner aus. Drei der 21 Millionen Euro bleiben im Unternehmen. Die EVO gehört zu jeweils 48,4 Prozent der MVV Energie und der Stadtwerke-Offenbach-Holding. Gut drei Prozent der Anteile liegen bei den Mitarbeitern. (ab)
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