Im zukunftsorientierten und nachhaltigen Wohnquartier werden auf 30 Hektar bis zu 300 Bauplätze ausgewiesen. Baubeginn im ersten von insgesamt sieben Bauabschnitten war 2020.

Im zukunftsorientierten und nachhaltigen Wohnquartier werden auf 30 Hektar bis zu 300 Bauplätze ausgewiesen. Baubeginn im ersten von insgesamt sieben Bauabschnitten war 2020.

Bild: © NLG PM

Für das Wohnbaugebiet Augustfehn-Hengstforde im Landkreis Ammerland entwickelt der Energie- und Telekommunikationsdienstleister EWE ein nachhaltiges Gesamtkonzept aus moderner Strom- und Wärmeversorgung sowie einem Highspeed-Glasfasernetz. Im zukunftsorientierten und nachhaltigen Wohnquartier werden auf 30 Hektar bis zu 300 Bauplätze ausgewiesen, teilt das Oldenburger Unternehmen mit.

Den Auftrag hat EWE jüngst vom Erschließungsträger, der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG), erhalten. In diesem Sommer beginnt der Regionalversorger mit dem Bau des Nahwärmenetzes.

Energieversorgung: Zwei BHKW, drei Gasbrennwertkessel

Die maßgeschneiderte Versorgungslösung für das Wohnquartier setzt EWE VERTRIEB in Zusammenarbeit mit EWE TEL und EWE NETZ um. Das EWE-Konzept umfasst für die Energieversorgung eine Kombination aus zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) und drei Gasbrennwertkesseln. Die Technik ist vor allem durch die gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung im BHKW hocheffizient. Dadurch kann weniger Energie eingesetzt und damit im Vergleich zu herkömmlicher Wärmeerzeugungstechnik Kohlendioxid eingespart werden.

Drei Viertel der Wärmeenergie kommen aus der KWK

Über seine zentrale Heiztechnik sorgt EWE darüber hinaus dafür, dass der von NLG angestrebte, niedrige Primärenergiefaktor für das Quartier Augustfehn-Hengstforde, also das, was an Aufwand zur Bereitstellung verschiedener Energiearten schon im Vorfeld nötig ist, eingehalten wird. "Da das Quartier allein drei Viertel der Wärmeenergie aus Kraft-Wärme-Kopplung gewinnt, liegt sein Primärenergiefaktor bei einem Wert von unter 0,6 und ist ein Beleg für das extrem energiesparende Gesamtkonzept", erläutert EWE-Projektleiter Claas Marquardt.

Glasfasernetz rundet modernes Quartier ab

Über ein 7,5 Kilometer langes Nahwärmenetz mit Hausanschlüssen und Übergabestationen wird die Wärme im gesamten Quartier verteilt. Eine EWE-Trafostation bindet das Quartier in die lokale Stromversorgung ein. "Abgerundet wird unser Konzept mit einer Glasfaserverkabelung. Sie ermöglicht den Quartiersbewohnern auch das Arbeiten von zu Hause aus mit Up- und Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1000 Megabit pro Sekunde", ergänzt Marquardt.

Das Wohnquartier ist für eine Bebauung mit eingeschossigen Einfamilienhäusern und Doppelhäusern sowie für zweigeschossige Mehrfamilienhäuser in nachhaltiger Bauweise vorgesehen. Das Quartier ist zudem Teil des Zukunftsprojektes „Gemeinde 5.0 – Wie leben wir 2050?“ des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes. (gun)

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