Die Nachfrage bestimmt das Angebot – soweit ein volkswirtschaftlicher Grundsatz. Das neue Einkaufskonzept von Zita (www.zita.de), einem Start-up von EWE, macht sich dieses Kräfteverhältnis zu Nutze. Über die gleichnamige Online-Plattform können sich potenzielle Käufer in größeren Gruppen organisieren und anschließend auf Augenhöhe mit den Anbietern verhandeln, erklärt Christian Wagner. Gemeinsam mit Tammo Gerdes hat er die Crowdfinding-Plattform entwickelt.
Was ähnlich wie das wohlbekannte Crowdfunding klingt, funktioniert genau umgekehrt. Es geht nicht darum, möglichst hohe Summe an Geld zu generieren, sondern ein Schnäppchen zu machen. Haben sich User auf der Zita-Website angemeldet, können sie sich mit anderen zu Crowds zusammenschließen und so ein besseres Angebot für Produkte und Dienstleistungen erzielen als Einzelkäufer.
Umgekehrtes Auktionsverfahren
Frisch gelauncht geht es für das Projekt nun in die Testphase. Jeden Montag um 12 Uhr mittags werden neue Deals freigeschaltet. Innerhalb einer Woche können sich Interessenten an der Crowd beteiligen. Nur wenn sich genügend Leute für das Angebot anmelden, kommt es zu einem Abschluss. Den Anfang macht eine private Haftpflichtversicherung, gefolgt von einem Mobilfunk-Vertrag.
Wenn Zita die Pilotphase erfolgreich besteht, soll das System auf ein umgekehrtes Versteigerungsprinzip umgestellt werden. User finden sich selbst zu Gruppen zusammen und Unternehmen machen ihnen je nach Produkt oder Dienstleistung ein Angebot. Der Preiskampf von Schlussverkäufen und Schnäppchenwochen wird damit potenziert, denn die Anbieter sollen mit möglichst niedrigen Preisen auf Kundenfang gehen. (ls)



