Die Stromkosten für ein effizientes Heizsystem mit Wärmepumpe liegen laut einer Verivox-Analyse im bundesweiten Durchschnitt rund 39 Prozent unter den Gaskosten.

Die Stromkosten für ein effizientes Heizsystem mit Wärmepumpe liegen laut einer Verivox-Analyse im bundesweiten Durchschnitt rund 39 Prozent unter den Gaskosten.

Bild: © BillionPhotos.com/Adobestock

Der Regionalversorger EWE  baut den Wärmepumpenvertrieb weiter aus. Dabei setzt er auf eine Kooperation mit dem Energietechnik-Hersteller Viessmann Climate Solutions.

Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Unternehmen laut einer Pressemitteilung jetzt unterzeichnet. Im Fokus der Partnerschaft steht dabei der Umbau von Heiztechnik im privaten und gewerblichen Bereich mit Wärmepumpen.
 

"Neubaugebiete schließen wir nicht mehr ans Gasnetz an"

Wärmepumpen gelten als nachhaltige Heizalternative in Zeiten steigender Energiekosten. In vielen Neubauten ist die Technik bereits Standard und die am häufigsten verbaute Heizung. Auch in Bestandsgebäuden kann eine Wärmepumpe Gas- und Ölheizungen ersetzen.

„Darauf haben wir uns eingestellt und vollziehen den Wandel bereits. Neubaugebiete schließen wir nicht mehr ans Gasnetz an, unsere Kundschaft bekommt stattdessen Wärmepumpen, Photovoltaik und Hausspeicher oder einen Anschluss an ein Wärmenetz, wo dieses verfügbar ist“, berichtet Oliver Bolay, Geschäftsführer EWE Vertrieb.

Anpassungen im Contracting-Portfolio

Zudem bietet der Oldenburger Energieversorger seit vergangenem Jahr keine Brennwertheizungen im Contracting mehr an. Oliver Bolay ist davon überzeugt, dass für die große Mehrheit der Kundinnen und Kunden Wärmepumpen oder ein Anschluss an Nah- oder Fernwärmenetze die beste Lösung sind.

Sie seien den fossilen Alternativen in Sachen Energieeffizienz und Vollkosten in den meisten Fällen überlegen. "Darauf sind wir eingestellt mit einer entsprechenden Produkt- und Dienstleistungspalette mit grüner Energietechnik", so  Bolay weiter.

Wärmepumpeninstallation innerhalb weniger Wochen

Ziel von EWE sei es dabei, die Bedarfe seiner Kundschaft kurzfristig bedienen zu können. Diese seien von verschiedenen Rahmenbedingungen, wie gesetzlichen Regelungen zum Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen und Fördermechanismen sowie den individuellen Gegebenheiten vor Ort bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern, abhängig, heißt es weiter.

"Mit Viessmann haben wir daher Flexibilitäten vereinbart, um auf Marktschwankungen entsprechend reagieren zu können", betonte der Geschäftsführer von EWE Vertrieb.

Zusammenarbeit mit Handwerk und eigene Montagefirmen

EWE werde durch die Partnerschaft entsprechende Technik zur Verfügung haben, um seine Kundschaft schnell bedienen zu können. Oliver Bolay: "Nach der Beauftragung sollen unsere Kundinnen und Kunden ihre Wärmepumpe innerhalb von wenigen Wochen bekommen".

Um das sicherzustellen setze man auf eine enge Zusammenarbeit mit dem regionalen Handwerk, aber auch auf eigene unterstützende Montagefirmen, wie EWE Servicepartner und Tewe, und künftig auch auf die Zusammenarbeit mit Viessmann Climate Solutions. (hoe)

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