Nicht mehr lange: Die Rezeption der EWE Turkey Holding mit Firmenschriftzug und türkischer Fahne.

Nicht mehr lange: Die Rezeption der EWE Turkey Holding mit Firmenschriftzug und türkischer Fahne.

Bild: © EWE

Das Oldenburger Energieunternehmen EWE AG verkauft die Firmentochter EWE Turkey Holding an die in Istanbul ansässige Socar Turkey. Das bedeutet, dass sich EWE vollständig aus dem türkischen Energie- und Telekommunikationsmarkt zurückzieht. Die Erwerberin ist eine Tochtergesellschaft der staatlichen Ölgesellschaft der Republik Aserbaidschan, Socar. Diese baut ihr bereits bestehendes Engagement in der Türkei damit deutlich aus.

Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2019 erwartet, die Vereinbarung steht bis dahin unter dem Vorbehalt der Zustimmung der türkischen Wettbewerbsbehörde und der türkischen Regulierungsbehörden für Energiemärkte und Informationstechnologien. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Für EWE war das britische Bankhaus Barclays als Transaktionsberater tätig.

Aseris können Wertschöpfungskette schließen

Die EWE Turkey Holding mit Sitz in Istanbul wurde Anfang 2007 gegründet. Sie hält die Mehrheitsbeteiligung von jeweils 80 Prozent an den regionalen Gasversorgungsunternehmen Bursagaz und Kayserigaz. Dazu kommen das Handelsunternehmen EWE Enerji, der Energiedienstleister Enervis Enerji Servis und das Telekommunikationsunternehmen Millenicom, an denen die Holding alle Anteile hält.

Die Aseris sind über die Konzerntochter Socar Turkey die größten ausländischen Investoren in der Türkei. Zu den Aktivitäten von Socar in der Türkei zählen Raffinerien, Petrochemie, Erdgaspipelines sowie mancherlei logistische Aktivitäten. Durch die Übernahme der EWE Turkey Holding kann Socar Turkey nun in der Lage sein, Gas an Kunden in der Türkei zu verkaufen. Damit wird die Wertschöpfungskette von der Förderung in Aserbaidschan bis zur Abnahme durch die Endkunden geschlossen. (sig)

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