Beim Bau des neuen gasbetriebenen Fährschiffs der Stadtwerke Konstanz kam es in den vergangenen Monaten zu Verzögerungen. Die Stadtwerke Konstanz wollen grundsätzlich am Schiffbauvertrag festhalten. Das hätten sie gegenüber der beauftragten Werft auch erklärt, wie ein Sprecher des Kommunalversorgers mitteilt.
Für die Stadtwerke Konstanz steht aber gleichzeitig fest, dass die laufenden Verhandlungen mit der Werft kurzfristig zu einem tragfähigen Ergebnis kommen müssen. Für die Herstellung des Schiffes ist ein Fixpreis vereinbart. Auf unbegründete Nachforderungen werden die Stadtwerke keine Zahlungen leisten. "Wir hoffen auf einen zügigen Fortgang der Arbeiten", heißt es.
Rohbau steht seit Sommer 2020
Seit Sommer 2020 liegt das mit LNG betriebene Schiff zum Ausbau im Fährehafen Konstanz-Staad. Ursprünglich sollte der Fährbetrieb auf der Verbindung Konstanz-Meersburg im Dezember starten. Bei dem umweltfreundlichen Schiff handelt es sich um ein Vorzeigeprojekt der Stadtwerke Konstanz.
Für die Arbeiten am Schiff ist die Werft Pella Sietas aus Hamburg als Generalunternehmerin zuständig. Unter anderem sollen im Heimathafen der Innenausbau der Fähre erfolgen. Auch Motoren und die gesamte Technik werden dabei eingesetzt. Nun kam es aber, unter anderem durch die Corona-Pandemie, zu Verzögerungen.
Wechsel der Partnerfirma denkbar
Die Stadtwerke haben in den vergangenen Monaten alles versucht, um mit der Werft eine einvernehmliche Fortsetzung des Vertrages zu erzielen, heißt es weiter. Grundlage dafür könne nur ein konkreter und mit den Partnerfirmen abgestimmter verbindlicher Terminplan sein.
Denkbar ist aber auch ein Teilrücktritt vom noch ausstehenden Vertragsteil. Der Kommunalversorger würde in diesem Fall in einem Wettbewerbsverfahren eine Werft zum Weiterbau und zur Fertigstellung des Schiffes suchen. "Wir hoffen aber nach wie vor, kurzfristig eine einvernehmliche Lösung zu finden", so die Stadtwerke. (jk)



