Die Zentrale der Gasag liegt am Hackeschen Markt in Berlin.

Die Zentrale der Gasag liegt am Hackeschen Markt in Berlin.

Bild: © Gasag

Die Energiekonzerne Engie und Vattenfall halten seit 1998 je 31,575 Prozent an dem Berliner Energiedienstleister Gasag. Die beiden Gesellschafter werden ab dem kommenden Jahr ihren Einfluss auf die Gasag abgestimmt ausüben. Grundlage ist eine Konsortialvereinbarung aus dem Jahr 2015, die zu Beginn des Jahres 2021 in Kraft tritt. Ein Vattenfall-Sprecher bestätigte auf ZfK-Nachfrage, dass die Vereinbarung von der Fusionskontrolle der EU-Kommission vor kurzem genehmigt wurde.

Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Auf dieser Basis wollen Engie und Vattenfall eine "zukunftsorientierte Partnerschaft" entwickeln. Dritter Anteilseigner der Gasag ist die Eon Beteiligungen GmbH mit 36,85 Prozent.

"Klare Anteilseignerentscheidungen ermöglichen"

Die Vereinbarung solle der Gasag externe Impulse und klare Anteilseignerentscheidungen ermöglichen, um sich für die Berliner Energiewende aufzustellen, hieß es in der Pressemitteilung von 2015. Ein Jahr später war ein Rekommunalisierungsversuch des Landes endgültig gescheitert, weil die Anteilseigner sich nicht über den Verkauf einigen konnten.

Was genau das Inkraftreten der Vereinbarung für die Gasag bedeutet, ist unklar. Vor einigen Monaten hatte der Berliner Bürgermeister Michael Müller in einem Zeitungsinterview noch bekräftigt, dass das Land die Mehrheit an der Gasag erwerben wolle.

BGH muss über Gasnetzkonzession entscheiden

Offen ist nach wie vor auch noch des seit über sechs Jahren laufenden Streits über die Vergabe der Berliner Gasnetzkonzessionen. 2014 hatte die landeseigene Gesellschaft Berlin Energie den Zuschlag erhalten, dies hatte die Gasag als Altkonzessionär angefochten. Die endgültige Entscheidung hierüber wird der Bundesgerichtshof fällen. (hoe)

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