Bis 2025 erwartet die Bundesnetzagentur einen Zubau von „dargebotenen“ Erzeugungskapazitäten im Umfang von knapp 3300 MW. Knapp 2800 MW davon entfallen allein auf neue Gaskraftwerke.
Darunter fallen neben den in Kürze in Betrieb gehenden Motor-Heizkraftwerken des Chemnitzer Regionalversorgers Eins Energie (insgesamt knapp 150 MW), auch das HKW Süd der Stadtwerke München (231 MW) und das Kraftwerk Dradenau der Hamburger Energiewerke (182 MW) sowie das Uniper-Kraftwerk Irsching 6. Das geht aus der kürzlich veröffentlichten Kraftwerksliste der Aufsichtsbehörde hervor.
Auch die Batteriespeicherpojekte Werne und Emsland von RWE werden aufgeführt und schlagen mit insgesamt knapp 120 MW zu Buche, das Gaskraftwerk Leipheim (300 MW) findet sich ebenfalls auf der Liste. Alle diese Anlagen befinden sich entweder im Bau oder im Probebetrieb.
Über 11000 MW an Kohlekapazität könnte bis 2025 aus dem Markt ausscheiden
Diesem voraussichtlichen Zuwachs an Leistung stehen allerdings bis 2025 rund 15300 MW an Erzeugungskapazitäten gegenüber, die den Markt verlassen. Die drei verbleibenden Kernkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim machen davon allein 4000 MW aus. Die restlichen über 11000 MW betreffen Braun- und Steinkohlemeiler, darunter etwa die RWE-Braunkohlekraftwerke Neurath und Niederaußem oder aber das Uniper-Kraftwerk Staudinger 5 sowie die Steag-Steinkohlekraftwerke bis auf Walsum 10.
Knapp 1900 MW entfallen allein auf die Braunkohle-Versorgungsreserve, rund 2950 MW auf die Stilllegung von Anlagen nach der Marktrückkehr aus der Netzreserve. Die Nettonennleistung aller Anlagen betrug per 25. November rund 238,7 GW, davon waren 231,3 GW am Strommarkt. (hoe)



