Die Stadtwerke Trier (SWT) erhöhen gegen den Trend die Grundversorgungspreise und gehen damit über die Preisbremse.
Diese Erhöhung gibt es zum 1. Oktober 2023:
- Der Arbeitspreis in der Grundversorgung Gas steigt um 3,6 ct/kWh auf 16,15 ct/kWh.
- Der Arbeitspreis in der Grundversorgung Strom steigt um 8,82 Cent ct/kWh auf 44,03 ct/kWh. Die Grundpreise bleiben unverändert.
Als Grund geben die Stadtwerke Trier an, dass sich die Beschaffung von Energie zu den krisenbedingt hohen Preisen im vergangenen Jahr nun auswirke. Darüber hinaus hätten sich auch Steuern und Abgaben sowie die Netzentgelte nach oben entwickelt.
Vor- und Nachteile der langfristigen Beschaffung
Die SWT betonen zudem während der Krise, die Marktpreise nicht in dem Maße weitergegeben zu haben, wie es eigentlich notwendig gewesen wäre: „Vielmehr sind wir – entgegen vieler Wettbewerber – auf einem sehr moderaten Preisniveau verblieben und sogar weit unter den damals zur Entlastung eingeführten Preisbremsen“, heißt es auf deren Website.
Die langfristige Beschaffung könne zwar Preisschwankungen ausgleichen, aber sorge auch dafür das die sinkenden Börsenpreise nun erst später bei den Kunden ankämen.
Auch andere Stadtwerke mussten erhöhen
Mit der Erhöhung liegen die Stadtwerke Trier mit den Grundversorgerpreisen nun über vielen in der Konkurrenz, bei der es tendenziell Preissenkungen gibt, dennoch sind sie nicht die einzigen.
Das Vergleichsportal Check24 erklärte nach einer Auswertung im Mai: Seit Beginn des Jahres haben 44 Grundversorger die Preise erhöht. Trotz Senkungen lagen damals noch 90 Prozent der Gastarife über der Gaspreisbremse. In der Alternativversorgung waren bereits 80 Prozent der Tarife günstiger als die Preisbremse.
- Ein Beispiel: Bei der Badenova liegt nach einer Anpassung zum Juli der Arbeitspreis für Gas in der Grundversorgung bei 15,45 ct/kWh.
Von Januar bis Mai hatten auch 85 Grundversorger ihre Strompreise erhöht, die Erhöhungen betrugen im Schnitt 24 Prozent.
- Im Frühjahr hatten auch in Bonn die Stadtwerke den Strompreis anheben müssen. Nun sinkt der Preis jedoch zum 1. Oktober von 57,06 ct/kWh auf 41,45 ct/kWh.
(pfa)
