Akquiseerfolg für die auf dezentrale Lösungen spezialisierte Firma Vattenfall Smarter Living: Die hundertprozentige Tochter von Vattenfall Deutschland hat den Wasserversorger und Energiedienstleister Gelsenwasser als Neukunden für die White-Label-Plattform "VLINK" gewonnen. Zudem wollen die Stadtwerke Bochum, die das digitale Vertriebstool (die Basis bildet das ehemalige T-PED von Trianel) bereits seit vielen Jahren einsetzen, die Zusammenarbeit vertiefen und die Anwendungen und Funktionalitäten noch intensiver nutzen.
Die beiden kommunalen Versorger beabsichtigen, vor allem das Endkundenangebot in den Bereichen Solarstrom, Stromspeicher, Elektromobilität, und Heizungen weiter auszubauen und noch attraktiver zu gestalten. Darüber hinaus sollen die individuellen Dienstleistungen schrittweise weiter digitalisiert werden.
"Effizientere Abarbeitung der Projekte"
"Als erstes werden alle EDL-Produkte, die noch nicht auf der Plattform waren, auf VLINK gebracht und für den Endkunden optimiert. Dadurch versprechen wir uns mehr Kundenleads und eine effiziente Abarbeitung der Projekte", erklärte Valentin Scheltow, Leiter Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken Bochum auf ZfK-Anfrage. Zudem solle auch die "After-Sales-Komponente" hinzugefügt werden, die eine ganzheitliche Digitalisierung aller mit den Kunden verbundener Prozesse ermögliche.
Bei den individuellen Dienstleistung handle es sich um speziell konfigurierte Kundenlösungen aus dem Bereich Gewerbe/Industrie wie beispielsweise größere Wärmecontracting-Projekte, so Scheltow. Hier gehe es vorranging um Prozessdigitalisierung in einem zentralen System und nicht um eine Kundenschnittstelle.
Weiterentwicklung des früheren T-PED von Trianel
Die White-Label-Plattform „VLINK“ wird im Vertrieb und bei der Abwicklung von Energiedienstleistungen eingesetzt. Sie bietet umfangreiche und automatisierte Services für Stadtwerke sowie entsprechende Abwicklungsleistungen rund um die Bereiche Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmeerzeugung sowie Ladelösungen. Entwickelt wurde die digitale Lösung von der Stadtwerkekooperation Trianel, diese hatte die Plattform vor über zwei Jahren an Vattenfall verkauft.
Der schwedische Energiekonzern hat die Funktionalitäten seitdem weiter ausgebaut. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Ausbau der Interaktion mit Endkunden und Installateuren, teilt eine Sprecherin mit. Die Basis hierfür bilde eine neue modulare Ergänzung zu den Kundenportalen der Partner, der sogenannte "VLINK home".
Digitalisierung sämtlicher Dienstleistungen
„Ähnlich wie bei Amazon wissen die Kunden damit jederzeit, wo ihr Projekt steht und werden über den gesamten Projektverlauf mit allen relevanten Informationen versorgt“, so die Sprecherin weiter. Eine weitere neue Funktionalität ermögliche es außerdem, sämtliche Dienstleistungen der Kunden zu digitalisieren und so einheitlich über "VLINK" abzuwickeln. Seit dem Kauf des "T-PED" und der anschließenden Weiterentwicklung des "VLINK" habe man zweistellig Kunden hinzugewonnen und wie im Fall von Bochum auch die Zusammenarbeit mit Bestandskunden weiter ausbauen können. Die Plattform wird aktuell von über 50 Unternehmen genutzt. (hoe)



