Die Gewerkschaften der deutschen Metall-, Chemie- und Bauindustrie plädieren angesichts nach wie vor hoher Energiepreise für einen speziellen, günstigeren Industriestrompreis, der noch dieses Jahr kommen soll.
Dieser müsse dem europäischen Vergleich standhalten, international wettbewerbsfähig sein und langfristige Planbarkeit gewährleisten, heißt es in einer Mitteilung. Nur so ließen sich Arbeitsplätze und Produktionsstandorte langfristig sichern.
Aktionstag am 9. März
Der Strompreis sei für die energieintensive Industrie nicht erst seit der Energiekrise ein Problem, schreiben die Spitzen von IG Metall, IG BCE und IG Bau. Die Lage aber habe sich zugespitzt. "Lag der Börsenstrompreis 2020 im Jahresdurchschnitt noch bei 30 Euro pro [MWh], erreichte er 2022 im Schnitt 235 Euro", heißt es. "Im europäischen Vergleich liegt Deutschland an der Spitze."
Die Gewerkschaften kündigen für Donnerstag, 9. März, einen bundesweiten Aktionstag an, um ihrer Forderung Nachdruch zu verleihen. Geplant seien mehrere Dutzend öffentliche und betriebsöffentliche Aktionen und Kundgebungen an Standorten, die besonders angewiesen seien auf wettbewerbsfähige Energiepreise, heißt es. Unter anderem sollen Kundgebungen in Brunsbüttel, Neuss, Krefeld und Meitingen stattfinden. (aba)



