Greenpeace Energy hat diese Woche mit gleich zwei Nachrichten auf sich aufmerksam gemacht. Erstens: Der Ökostromanbieter streicht das Wort Greenpeace aus seinem Namen. Zweitens: Sein Kundenportfolio wuchs auch im Corona-Jahr 2020 — sogar über Plan.
Zuerst zur Namensänderung: Dies habe das Unternehmen schon seit Längerem vorbereitet, heißt es in einer Presseaussendung. Dadurch wolle es wiederkehrende Verwechslungen und falsche Zuordnungen zur Umweltschutzorganisation Greenpeace Deutschland vermeiden.
170.000 Stromkunden
Die inhaltlichen Ziele und die "hohe ökologische Produktqualität" blieben aber weiterhin gültig, versichert Greenpeace Energy. Im Herbst soll das Unternehmen den Namen "Green Planet Energy" tragen.
Somit zum Geschäftsjahr 2020. Da verzeichnete das Unternehmen ein Kundenwachstum im Vertragsbestand von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Es zählte 170.000 Strom- und knapp 31.000 Gaskunden.
Strom- und Gasabsatz ziehen an
Zudem gingen Strom- und Gasabsatz nach oben. Bei Strom waren es 463 GWh (Vorjahr: 435 GWh), bei Gas trotz warmer Witterung 397 GWh (Vorjahr: 340 GWh).
Seine Umsatzerlöse steigerte der Energieanbieter bis zum Jahresende auf etwa 138 Mio. Euro. Davon entfielen 117 Mio. Euro auf die Strom- und etwa 20 Mio. Euro auf die Gassparte.
Ausschüttungen vorgesehen
Außerdem wuchs seine Mitgliederzahl, auf nun 27.600 (Vorjahr: 26.200). Auch deshalb hat das Unternehmen nun nach eigenen Angaben ein Eigenkapital von 60 Mio. Euro.
"Bevorstehende Investitionen in neue Ökoenergie-Projekte und saubere Kraftwerke sowie für die verstärkte Kommunikation unseres neuen Namens können wir auf dieser guten finanziellen Grundlage bestens leisten", wird Vorstand Nils Müller zitiert. Wie in den Vorjahren sind auch für 2021 Ausschüttungen für die Genossenschaftsmitglieder vorgesehen.
Jahresüberschuss rückgängig
Der Jahresüberschuss dagegen sank. Vermeldete Greenpeace Energy 2019 noch mehr als zwei Mio. Euro, waren es 2020 nur mehr 110.000 Euro. (ab)



