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Großes Interesse von Kapitalgebern an Gaspipeline Augusta

Der Fernleitungsnetzbetreiber investiert 210 Mio. Euro in die Energieinfrastruktur in Bayern. Die KfW IPEX-Bank, Commerzbank und DZ Bank stellen jeweils ein Drittel der Summe.
17.06.2024

Bayernets freut sich über das große Interesse der Investoren an der neuen Pipeline.

Bayernets hat zur Finanzierung ihrer Gasinfrastruktur, insbesondere des Pipelineprojektes Augusta, im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens 210 Millionen Euro bei Fremdkapitalgebern eingeworben. Das Finanzierungsvolumen war dabei mehrfach überzeichnet. 

„Wir freuen uns sehr, dass eine große Mehrheit der angefragten Kapitalgeber Angebote abgegeben hat und das Interesse so hoch war. Die Sicherheit, die das regulierte Geschäft der Bayernets bietet, ist für Fremdkapitalgeber offenbar nach wie vor attraktiv. Anerkannt wurde aber auch unser langfristig angelegter Beitrag zum notwendigen Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. Mit den anstehenden Investitionen machen wir unsere Energieinfrastruktur weiter zukunftssicher“, lässt sich Matthias Jenn, Geschäftsführer der Bayernets, in einer Pressemitteilung zitieren. 

Konsortium im Einsatz

Das Finanzierungsvolumen übernimmt zu je einem Drittel ein Konsortium bestehend aus Commerzbank, KfW IPEX-Bank und DZ Bank. 

"Die Augusta-Pipeline ist ein wichtiger Schritt, um die Energieversorgung in Bayern und Baden-Württemberg langfristig zu sichern und zukünftig den Transport von Wasserstoff zu ermöglichen", sagt Andreas Ufer, Mitglied der Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank. "Wir sind stolz darauf, mit unserer Finanzierung zur Dekarbonisierung der Industriezentren im Süden Deutschlands und damit zu einem starken Industriestandort Deutschland beizutragen."

Länderübergreifende Initiative

Augusta schließt an den geplanten SoutH2 Corridor an, der eine gemeinsame Initiative von vier europäischen Fernleitungsnetzbetreibern aus Deutschland, Österreich und Italien ist. Ab 2030 soll über diese Verbindung grüner Wasserstoff aus Nordafrika, Algerien und Tunesien bis an den österreichisch-deutschen Grenzpunkt Burghausen transportiert und im Weiteren über HyPipe Bavaria in Deutschland weiterverteilt werden.

Die geplante Gastransportleitung wird die Verdichterstation in Wertingen im Landkreis Dillingen an der Donau mit dem Netzknoten Kötz im Landkreis Günzburg auf einer Länge von ca. 40,5 Kilometer verbinden. Das Planfeststellungsverfahren wurde Mitte 2023 gestartet. (amo)