Auch die Stadtwerke Pforzheim gehen mit ihren Preisen für Neukunden in der Grundversorgung deutlich zurück.

Auch die Stadtwerke Pforzheim gehen mit ihren Preisen für Neukunden in der Grundversorgung deutlich zurück.

Bild: © Stadtwerke Pforzheim

Von Pforzheim im Südwesten über das hessische Fulda bis Lünen im Ruhrgebiet haben in den vergangenen Tagen weitere Grundversorger Preiserhöhungen für die kommenden Monate angekündigt.

Nach Angaben des Vergleichsportals Check 24 haben Gasgrundversorger bereits in 218 Fällen Preiserhöhungen für April, Mai, Juni und Juli durchgeführt oder bekanntgegeben. Im Strombereich zählte das Portal 217 Fälle.

Pforzheim erhöht auf 39 Cent pro kWh Strom

In der Spitze habe bei Strom der Aufschlag mehr als 100 Prozent betragen, heißt es. Bei Gas habe sich der Preis sogar 76-mal mehr als verdoppelt.

Die Rhönenergie Fulda hebt den Gaspreis für Juni nach eigenen Angaben um 30 Prozent und den Strompreis um zehn Prozent an. Grundversorgungskunden der Stadtwerke Pforzheim zahlen von 1. Juni an 39,52 Cent pro kWh Strom (24 Prozent mehr). Bei Gas sind es 13,13 Cent pro kWh (40 Prozent mehr).

Strompreise bleiben extrem hoch

Die hohen Strompreise dürften jeweils lediglich nur für einen Monat gelten. Von 1. Juli an soll die EEG-Umlage auf Null gesenkt werden. Der Gesetzgeber will alle Energieversorger dazu verpflichten, diese Entlastung eins zu eins an Endkunden weiterzugeben.

Indessen bleiben die Strompreise im Großhandel extrem hoch. Die Megawattstunde Strom kostete Dienstagnachmittag im Day-Ahead mehr als 200 Euro, das Frontjahrprodukt Base knapp weniger als 200 Euro. Unter anderem der schwache Windertrag vermag die Preise zurzeit kaum nach unten zu drücken.

Mildes Wetter gegen niedrige Speicherfüllstände

Gas wurde an Europas liquidestem Handelspunkt TTF Dienstagnachmittag für 94 Euro pro MWh gehandelt. Mildem Wetter und hoher LNG-Zufuhr stehen dabei relativ niedrige Gasspeicherfüllstände (zuletzt 31 Prozent) und hohe Unsicherheiten über die russischen Gasflüsse gegenüber.

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs schloss der TTF-Gaspreis keinen einzigen Handelstag unter der 90-Euro-Marke. Früher waren 20 Euro pro MWh üblich gewesen. Mit einer Entspannung wird aktuell erst im zweiten Quartal 2023 gerechnet. (aba)

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