Die EnBW-Tochter Gasversorgung Süddeutschland (GVS) stellt am 1. Oktober den Rechnungsbilanzkreis Bikpool ein. Nach ZfK-Informationen lag die Teilnehmerzahl zuletzt im mittleren zweistelligen Bereich.
Die GVS hatte den Rechnungsbilanzkreis 2013 aufgelegt. Ziel war es, dass Stadtwerke mit ihren Bilanzkreisen im Pool kooperierten, prognostizierte und tatsächliche Gasabsätze gegeneinander rechneten und teilweise ausglichen. So sollten die Partner unabhängig bleiben und trotzdem ihre Ausgaben senken. Schließlich werden für Abweichungen im Bilanzkreis ansonsten Vertragsstrafen, sogenannte Pönale, fällig.
Betrieb "nicht mehr wirtschaftlich umsetzbar"
Die GVS übernahm dabei den Datenaustausch, das Clearing des Rechnungsbilanzkreises und die individuelle Abrechnung. Mitglieder erhielten zudem ein wöchentliches Reporting auf E-Point, dem digitalen Energie-Marktplatz des Unternehmens.
Noch Anfang 2020 war der Pool nach GVS-Angaben um ein Viertel gewachsen - sowohl bei Mitgliedern als auch beim Volumen. Mehr als 40 Mitglieder sollen es damals gewesen sein.
GVS: Rahmenbedingungen nicht mehr passend
Nach jetzigem Stand aber seien die Rahmenbedingungen für den Betrieb eines Rechnungsbilanzkreises nicht mehr passend und der Betrieb von Bikpool in der bisherigen Form nicht mehr wirtschaftlich umsetzbar, teilt die GVS nun mit.
Die verbleibenden Monate bis einschließlich September würden in gewohnter Art abgerechnet werden. Auch das Reporting stehe den Mitgliedern weiterhin zur Verfügung.
Ein Marktgebiet statt zwei
Am 1. Oktober werden die beiden innerdeutschen Marktgebiete Gaspool und NCG zu einem neuen Marktgebiet zusammengelegt.
Dann soll auch der Rechnungsbilanzkreis Bikpool Geschichte sein. Die GVS schließt allerdings nicht aus, zu einem späteren Zeitpunkt ein Pooling mit neuem Konzept anzubieten. (aba)



