Leuchtturmprojekt der Energieversorgung Halle: Im vergangenen Herbst nahm die EVH den nach eigenen Angaben weltgrößten Wärmespeicher seiner Bauart in Betrieb. Auch künftig wird kräftig in die Erzeugung und den Kraftwerkspark investiert.

Leuchtturmprojekt der Energieversorgung Halle: Im vergangenen Herbst nahm die EVH den nach eigenen Angaben weltgrößten Wärmespeicher seiner Bauart in Betrieb. Auch künftig wird kräftig in die Erzeugung und den Kraftwerkspark investiert.

Bild: © Stadtwerke Halle

Die Stadtwerke Halle GmbH hat im vergangenen Geschäftsjahr ihren Umsatz mit 615,3 Mio. Euro nahezu stabil gehalten. Das Nachsteuer-Ergebnis von 5,6 Mio. Euro bedeutet aber nahezu die Halbierung der Überschüsse. Als Grund dafür nannte Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Lux Einmaleffekte. So mussten vorgezogene Abschreibungen und Rückstellungen für Steuern für eine Deponiegesellschaft vorgenommen werden, die im wesentlichen diese Summe ausmachen. "Das ist nicht schön, aber wir gehen nach gründlicher Analyse davon aus, dass das 2019 keine weiteren Folgen für das Ergebnis haben wird", so Lux.

Daher gab er sich auch zuversichtlich, dass die Stadtwerke und die anderen Konzerntöchter im laufenden Jahr ihr ambitioniertes Investitionsprogramm ohne Abstriche fortsetzen können. Kernstück dabei ist der Ersatz der beiden Turbinen im GuD-Kraftwerk Dieselstraße, das in der Perspektive noch eine weitere Einheit zusätzlich erhalten soll. Im Regelbetrieb ist bereits der weltweit größte Wärmespeicher seiner Bauart am gleichen Standort; ein ebenfalls im Vorjahr begonnenes Solarkraftwerk soll 2019 komplett ans Netz gehen. Ab 2021 soll dann auch der Energiepark in Trotha ertüchtigt werden.

Energie-Initiative: 6000 neue Fernwärmekunden

Mit der neuen Technologie im "Energiepark Dieselstraße", die eine weitgehende Entkopplung der Wärme- und Stromerzeugung ermöglicht, kann der Fernwärmeausbau als Kernstück einer nachhaltigen Energieversorgung in der Saale-Stadt weiter vorangetrieben werden. Allein im vergangenen Jahr wurde eine Nennleistung von 6,87 MW neu ans Netz angeschlossen. Zentraler Punkt der Ausbaustrategie ist dabei die Energie-Initiative, zu der bereits 26 Partner aus der Wohnungswirtschaft, dem Gesundheitswesen oder der Wissenschaft gehören. Diesen werden wirtschaftlich attraktive Preise für die Fernwärme bei einem wachsenden Anteil aus erneuerbaren Energien garantiert, während im Gegenzug langjährige Lieferverträge abgeschlossen werden konnten. Insgesamt kamen seit dem Start des Projektes knapp 6000 Haushalte neu ans Fernwärmenetz. 

Die Stadtwerke können inzwischen einen mit 0,0 zertifizierten bestmöglichen Primärenergiefaktor vorweisen. Witterungsbedingt sank allerdings die verkaufte Wärmemenge auf 585 Mio. kWh gegenüber dem Vorjahreswert von 673 Mio. kWh. Der Stromabsatz lag mit 1,98 Mrd. kWh im langjährigen Mittel, das ist aber deutlich weniger als die verkauften 2,4 Mrd. kWh im Geschäftsjahr 2017. In der Gassparte erzielten die Stadtwerke einen Absatz von 3,927 Mrd. kWh (Vorjahr: 4.04 Mrd.). (masch)

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