Enthüllung des neuen Firmenschildes: v.l.n.r. Christian Heine und Kirsten Fust (Geschäftsführung HEnW), Finanzsenator Andreas Dressel, Umweltsenator Jens Kerstan, Isabella Niklas (Geschäftsführerin der Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH), Michael Prinz (Geschäftsführung HEnW)

Enthüllung des neuen Firmenschildes: v.l.n.r. Christian Heine und Kirsten Fust (Geschäftsführung HEnW), Finanzsenator Andreas Dressel, Umweltsenator Jens Kerstan, Isabella Niklas (Geschäftsführerin der Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH), Michael Prinz (Geschäftsführung HEnW)

Bild: © Hamburger Energiewerke

Die Hamburger Energiewerke wollen zumindest bis zum Jahresende die beiden neuen Gasumlagen nicht an ihre Endkunden weiterreichen.

Der städtische Versorger stehe wirtschaftlich gut da, teilte Jens Kerstan, Hamburgs Umweltsenator und Aufsichtsratsvorsitzender des vollständig kommunalen Unternehmens, mit. "Diesen Gewinn werden wir an die Kundinnen und Kunden weitergeben, damit sie nicht zusätzlich belastet werden."

"Lassen niemanden im Stich"

Der Senat habe aber auch die Kunden privater Gas-, Strom- und Wärmeanbieter im Blick und sei dabei, einen Härtefallfonds für Menschen aufzusetzen, die die hohen Energiepreise trotz anderer staatlicher Hilfen nicht mehr bezahlen können. "Die aktuelle Energiekrise fordert unsere soziale Solidarität. Wir lassen niemanden im Stich.“

Zuvor hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bekräftigt, dass neben der Gasspeicherumlage auch die erheblich höhere und deutlich umstrittenere Gasbeschaffungsumlage am 1. Oktober kommen werde. Zusammen belaufen sich die Umlagen auf knapp 2,5 Cent pro kWh.

Knapp 30.000 Gaskunden

Kerstan hatte schon Mitte August angedeutet, auf die Weitergabe der Gasbeschaffungsumlage verzichten zu wollen. "Das prüfen wir jetzt, ob das rechtlich [...] geht", hatte er gesagt. Aber wenn das funktioniere, "dann werden wir das auch machen." (Die ZfK berichtete.)

Nach eigenen Angaben steigerte Hamburg Energie die Zahl seiner Gastarifkunden auf knapp 30.000 Kunden. Grundversorger sind sie damit in der 1,9-Millionen-Einwohner-Metropole nicht. Diesen Status hat Energiekonzern Eon inne.

Heizkraftwerk Tiefstack mit Steinkohle betrieben

Das deutlich größere Geschäftsfeld für die Hamburger Energiewerke ist die Fernwärme. Laut Website werden umgerechnet rund 500.000 Wohneinheiten auf diese Weise versorgt.

Den Großteil des Hamburger Fernwärmebedarfs deckt das Heizkraftwerk Tiefstack, das nicht mit Erdgas, sondern mit Steinkohle betrieben wird. Nach Unternehmensangaben sind bei planmäßiger Belieferung die erforderlichen Kohlemengen für die kommende Heizperiode gesichert. (aba)

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