"Unser Beitrag für 1,5 Grad" steht auf dem 100. Elektrobus der Hamburger Hochbahn AG. Die Hochbahn will auch zukünftig auf emissionsfreie Antriebe für den Personenverkehr setzen.

"Unser Beitrag für 1,5 Grad" steht auf dem 100. Elektrobus der Hamburger Hochbahn AG. Die Hochbahn will auch zukünftig auf emissionsfreie Antriebe für den Personenverkehr setzen.

Bild: © Marcus Brandt/dpa

Hamburgs öffentliche Unternehmen wachsen. Das geht aus dem Beteiligungsbericht 2021 hervor, den der rot-grüne Senat am Dienstag beschlossen hat. Er gibt einen Überblick über 116 von insgesamt mehr als 350 rechtlich selbstständigen Unternehmen, an denen die Stadt unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist.

Demnach stiegen die Investitionen dieser Unternehmen im vergangenen Jahr zum Vorjahr um gut 12 Prozent auf den Rekord von 2,08 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten nahm um 2,5 Prozent auf 73 971 zu.
 

Investitionsschwerpunkte seien Klimaneutralität, Wärmewende, Mobilitätswende und digitale Transformation, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Nach Branchen tätigten Unternehmen der Ver- und Entsorgung mit mehr als 691 Millionen Euro den Großteil der Investitionen, gefolgt von Verkehr (322 Millionen Euro), Wohnen- und Stadtentwicklung (320 Millionen) und Hafen (304 Millionen).

Mittelfristig ist sogar ein deutlich höheres Investitionsniveau geplant

«Während der Pandemie haben unsere Unternehmen - auch mit der Unterstützung des Senats - Stärke gezeigt und ihre wichtigen Dienstleistungen für die Menschen in Hamburg weiter zuverlässig erbracht», sagte Dressel. Mittelfristig sei ein deutlich höheres Investitionsniveau geplant. Daraus folgende Abschreibungen würden jedoch künftig auch die Jahresergebnisse der Unternehmen und damit den Haushalt deutlich belasten.

Das Eigenkapital der Firmen stieg dem Bericht zufolge 2021 leicht auf 13,17 Milliarden Euro. Dem standen Verbindlichkeiten von 18,02 Milliarden Euro gegenüber - ein Plus von 4,8 Prozent zum Vorjahr.

Der ebenfalls beschlossene Vergütungsbericht zeigt das Verhältnis zwischen den Durchschnittseinkommen der Beschäftigten und den maximal möglichen Vergütungen der Geschäftsleitungen. Für 2021 lag dieses Verhältnis bei 1 zu 3,81. Damit habe sich die Spreizung etwas verringert, sagte Dressel. Luft nach oben gebe es bei der Geschlechterverteilung in den Geschäftsleitungen, wo der Frauenanteil trotz Steigerungen in den vergangenen Jahren bei 22 Prozent liege. (dpa/hoe)

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