Ungeachtet des aktuell schwierigen Finanzierungsumfelds hat der Ludwigshafener Regionalversorger Pfalzwerke AG über ein Schuldscheindarlehen 60 Mio. Euro für Investitionen in die Energiewende eingeworben. Das Geld soll laut Pressemitteilung in den Ausbau der erneuerbaren Energien, der Lade-Infrastruktur und umfangreiche Netz-Investitionen fließen. Die Mittel wurde über die digitale Vermarktungsplattform Finpair, einer Tochter der Nord/LB, aufgenommen.
"Wir haben uns von dem aktuellen Krisen-Cocktail aus Ukraine-Krieg, Rezessions- und Inflationssorgen, sowie den weiter bestehenden Pandemie-Ängsten nicht einschüchtern lassen, sondern die Rahmenbedingungen als Herausforderung angenommen“, resümiert Werner Hitschler, Pfalzwerke-Vorstandsmitglied. Die Finanzabteilung habe hier "eine hervorragende Creditor-Relations-Arbeit geleistet", so dass man am Ende eine sehr gute Auswahl aus dem gefüllten Orderbuch habe treffen können.
Die Emission wurde auf Finpair vom 4. Juli bis 28. Juli 2022 mit Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren einer breiten Investorenschaft angeboten. „Wir konnten bundesweit neue Adressen gewinnen, als auch längere Laufzeiten erfolgreich platzieren.“, so Thomas Münz, Bereichsleiter Controlling und Finanzen bei den Pfalzwerken.
"Investoren haben schnell erkannt, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig ist"
Im Gegensatz zu einigen anderen Energieversorgern oder Emittenten habe der Ludwigshafener Energieversorger dabei bewusst auf das Label „grüner Schuldschein“ verzichtet, heißt es weiter. „Die Investoren haben schnell erkannt, dass unser Geschäftsmodell grundsätzlich nachhaltig ausgerichtet ist. Dies müssen wir uns nicht extern durch eine Agentur bestätigen lassen“, erläutert Werner Hitschler. Die Pfalzwerke-Gruppe betreibe bereits seit mehr als 20 Jahren keine konventionellen Kraftwerke mehr und habe dabei den Fokus unter anderem auf Fotovoltaik gelegt. Die 100%-Tochter Pfalzsolar GmbH feiere 2023 ihr 20-jähriges Firmenjubiläum. (hoe)


