Regionalstrom: Seit dem 1. Januar bekommen alle Osnabrücker Stadtwerkekunden regional erzeugten Ökostrom ohne Aufpreis – u.a. von den Windrädern in Rieste

Regionalstrom: Seit dem 1. Januar bekommen alle Osnabrücker Stadtwerkekunden regional erzeugten Ökostrom ohne Aufpreis – u.a. von den Windrädern in Rieste

Bild: © Stadtwerke Osnabrück/Uwe Lewandowski

Der Solar- und Windpark-Betreiber Encavis hat im abgelaufenen Jahr besser abgeschnitten als selbst und von Analysten erwartet. Bei Umsatz und operativem Gewinn erreichte Encavis laut einer Mitteilung aus der Nacht zum Mittwoch sogar jetzt schon seine eigentlich erst für 2025 avisierten Mittelfristziele. Und würde ein Teil der Erträge nicht wegen der europäischen Strompreisbremse abgeschöpft werden, wären die Ergebnisse sogar noch besser ausgefallen, heißt es.

Auf Basis vorläufiger Zahlen steigerte Encavis den Umsatz vergangenes Jahr demnach um über ein Drittel auf 455 Mio. Euro. Dabei ist die in verschiedenen europäischen Staaten etablierte Strompreisbremse bereits abgezogen. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives Ebitda) legte um ein Drittel auf 340 Mio. Euro zu. Sowohl das Management als auch die Analysten hatten jeweils weniger erwartet.

Ziele überboten

Die entsprechende operative Marge lag wie im Vorjahr bei 75 Prozent. Der operative Barmittelfluss fiel mit einem Zuwachs von über einem Viertel auf 320 Mio. Euro ebenfalls besser aus als in der Prognose avisiert.

Für den neuen Unternehmenschef Christoph Husmann ist es ein guter Einstand. Beim Umsatz und operatives Ergebnis überstieg Encavis nämlich damit auch bereits seine mittelfristigen Ziele. Bis 2025 sollten 440 Mio. Euro Umsatz gemacht und 330 Mio. Euro operativ verdient werden.

Endgültige Zahlen im März

Husmann war zuvor Finanzchef und rückte auf den Chefposten, weil der bisherige Chef Dierk Paskert Mitte vergangenen Jahres überraschend mitgeteilt hatte, sein Mandat Ende 2022 niederzulegen.

Ob und wie viel der hohen Strompreise Encavis auch im neuen Jahr Rückenwind verleihen werden, konnte Husmann in einer Telefonkonferenz am Mittwoch noch nicht zusichern. Dazu will er sich am 28. März äußern, bei der Vorlage der endgültigen Zahlen. (dpa/jk)

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