Christoph Hüls ist Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück.

Christoph Hüls ist Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück.

Bild: © SW Osnabrück

"Der kWh-basierte Energievertrieb der Zukunft verliert an Bedeutung. Ein großer Schwerpunkt des Energiegeschäfts der Zukunft wird an der Schnittstelle zwischen Eigenerzeugung, Speicherung und Verbrauch liegen." Davon ist Christoph Hüls, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück (SWO) überzeugt. Aus diesem Grunde sei es essentiell für die SWO, das Thema Schnittstellenmanagement umfassend und mit Expertise zu besetzen.

60 Prozent der neuen Wohnungen sind gefördert

Das Unternehmen fördert bereits seit längerem im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsoffensive den innerstädtischen Ausbau von Solardachanlagen. Weiteren Schwung wird dieses Thema künftig durch den Einstieg der SWO in den Geschoss-Wohnungsbau erhalten. Im Auftrag der Stadt soll das neu gegründete SWO-Wohnungsbauunternehmen WiO bis 2030 rund 1000 neue Wohnungen bauen. Der Fokus liegt dabei auf kostengünstigem Wohnraum, 60 Prozent der Wohnungen werden gefördert.

Energetischen Standard entwickeln

Hüls geht davon aus, dass bei jedem Gebäude, das die WiO bauen werde, standardmäßig eine PV-Dachanlage und ein Speicher mit dazugehören werden. "Hier werden wir in den nächsten 12 bis 18 Monaten mit der Verwaltung und der Stadtentwicklung Umsetzungsoptionen abstimmen", so der SWO-Chef. Es gehe jetzt darum, einen entsprechenden Standard zu entwickeln. Dieser werde eher in Richtung KfW 40 oder 55 liegen. "Wir glauben wir können das wirtschaftlich hinkriegen."

Wärme: Preisgünstiger als der Markt sein

Bei 60 Prozent gefördertem Wohnraum sei Kostenbewusstsein das Maß aller Dinge, versichert Hüls. Auch beim Thema Wärme muss das Unternehmen deshalb preislich günstiger sein als andere Wohnbauunternehmen am Markt. Hier gehen die Überlegung stark in Richtung Nutzung von Solarwärme und von Wärmepumpen.

Chancen für neue Angebote

Die Mieteinnahmen aus dem neuen Geschäftsbereich fließen vollumfänglich an das Wohnbauunternehmen WiO zurück. Gleichzeitig eröffnet der Geschoss-Wohnungsbau dem Kommunalversorger vielfältige Chancen, um eigene Angebote zu entwickeln, eigene Dienstleistungen aus dem Stadtwerkekonzern einzubringen und die Energiewende vor Ort zu befördern. (hoe)

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Welche Chancen die SW Osnabrück langfristig außerdem noch durch ihren Einstieg in den geförderten Wohnungsbau sehen, lesen Sie in der Augustausgabe der ZfK, die am Montag (10. August) erschienen ist.

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