97 Prozent derjenigen, die ihren Stromanbieter in den vergangenen zehn Jahren gewechselt haben, haben dies laut einer Umfrage des Verbands Bitkom wegen eines günstigeren Tarifs gemacht.

97 Prozent derjenigen, die ihren Stromanbieter in den vergangenen zehn Jahren gewechselt haben, haben dies laut einer Umfrage des Verbands Bitkom wegen eines günstigeren Tarifs gemacht.

Bild: © Dominik Neudecker/Adobestock

Laut einer aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) Erfurt und Südthüringen sind die Auswirkungen der steigenden Energiepreise auf die heimische Wirtschaft in den meisten Fällen überschaubar. Schwieriger erscheinen die Auswirkungen des zweijährigen Corona-Ausnahmezustands auf die Liquidität, teilten die IHKs am Freitag gemeinsam mit. Material- und Arbeitskosten stellen demnach die wesentlichen Kostenblöcke dar.

Lauf IHK-Umfrage nahm der Anteil der Energie an den Gesamtkosten der Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren im Mittel über alle Branchen hinweg um 3,4 Prozentpunkte zu und erreicht nun 11,6 Prozent. In Branchen wie dem Gast- und Verkehrsgewerbe sowie bei energieintensiven Industrie- und Dienstleistungsunternehmen werden jedoch mit 30 bis 60 Prozent erheblich höhere Anteile erreicht.

Ein Viertel der Unternehmen schreibt Verluste

Gestörte Märkte und Lieferketten belasteten das Betriebsergebnis jedoch stärker, hieß es. "Zwar ist die Wirtschaft auf Erholungskurs, doch die Vor-Corona-Normalität ist noch nicht wieder erreicht", teilten die IHKs mit.

Lediglich 36 Prozent der Unternehmen erzielten derzeit Gewinn, weitere 39 Prozent arbeiteten kostendeckend, 25 Prozent befänden sich in der Verlustzone. Nur jedes zweite Unternehmen betrachte seine Finanzlage als unproblematisch.

Ausbau erneuerbarer Energien am wichtigsten

"Mit Auslaufen der Corona-Einschränkungen muss sich die Wirtschaftspolitik neue Ziele setzen", sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen, Ralf Pieterwas. Als besonders wichtige staatliche Hilfen benennen die Unternehmen demnach den Ausbau erneuerbarer Energien (61 Prozent) und die Investitionsförderung (60 Prozent) sowie die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen (54 Prozent).

Beim Ausbau erneuerbarer Energien sehen 56 Prozent der Unternehmen in den Planungs- und Genehmigungsprozessen die größten Hemmnisse. (dpa/jk)

 

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