Der Wiesbadener Kommunalkonzern ESWE Versorgung bietet nicht nur selbst und in Kooperation mit Regionalverbänden der Johanniter-Unfall-Hilfe intelligente Hausnotrufsysteme an. Er hilft auch anderen Stadtwerke beim Aufbau einer entsprechenden Dienstleistung. Die Geräte selbst kommen vom Start-up Easierlife, an dem die ESWE Versorgung beteiligt ist.
"Wir teilen unser Wissen zu Markt, Produktschulung und Vertraglichem bis hin zur Werbung", sagte Wei-Hsin Chang, Abteilungsleiter Energiewirtschaft und Marketing im Wiesbadener Unternehmen, im Gespräch mit der ZfK. "Damit können wir anderen Stadtwerken helfen, innerhalb von drei Monaten intelligente Hausnotrufsysteme als neues Produkt einzuführen."
MVV wirbt mit Daheim-Assistenten
Mit einem Stadtwerk werde derzeit eine White-Label-Kooperation umgesetzt, heißt es. Mit einem weiteren stehe die ESWE Versorgung am Anfang einer Zusammenarbeit. Beide Unternehmen würden wahrscheinlich noch 2021 mit dem Produkt, das sie unter ihrem Namen bewerben würden, auf den Markt gehen.
Der Mannheimer Energieversorger MVV ist da einen Schritt weiter. Er bietet bereits unter eigenem Namen intelligente Hausnotrufsysteme an. "Wir haben uns für eine Kooperation mit der ESWE entschieden als Teil eines starken Netzwerks, das von einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch profitieren kann", teilt eine Unternehmenssprecherin auf ZfK-Nachfrage mit. Der Konzern sei in der Frühphase der Vermarktung des Daheim-Assistenten und registriere bereits ein reges Kundeninteresse, führt sie aus.
Potenzial für intelligente Hausnotrufsysteme
Intelligente Hausnotrufsysteme, wie sie ESWE Versorgung und MVV vertreiben, informieren im Notfall nicht erst nach einem Kopfdruck Familie und Freunde, sondern reagieren schon bei Stillstand und ungewöhnlichen Ruhepausen im betroffenen Haushalt. Sie könnten sukzessive klassische Hausnotrufe ablösen, die derzeit schätzungsweise 750.000 Menschen deutschlandweit nutzen. (ab)
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