Auf die Frage nach den größten Hürden beim Sparen von Energie gab etwas mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Befragten an, es vor allem als persönlich unkomfortabel zu empfinden - etwa weil sie bei runtergedrehter Heizung frieren oder eigentlich lieber mit dem Auto als mit der Bahn gefahren wären.

Auf die Frage nach den größten Hürden beim Sparen von Energie gab etwas mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Befragten an, es vor allem als persönlich unkomfortabel zu empfinden - etwa weil sie bei runtergedrehter Heizung frieren oder eigentlich lieber mit dem Auto als mit der Bahn gefahren wären.

Bild: © lovelyday12/Adobestock

Um das Energie-Sparziel von 15 Prozent zu erreichen, müssen viele Städte und Gemeinden nach Einschätzung des Landesverbands kommunaler Unternehmen (VKU) «harte Maßnahmen» beschließen. «Das reicht von der Temperaturreduzierung in Schulen bis - im worst case - hin zur Schließung von Bädern», sagte ein Sprecher der VKU-Landesgruppe Rheinland-Pfalz in Mainz.

Verwunderung äußerte der VKU darüber, dass die Landesregierung bereits mitgeteilt hatte, sie habe das 15-Prozent-Ziel erreicht. «Die tatsächliche Einsparung bis zum Ende des Winters lässt sich aktuell noch gar nicht berechnen, aufgrund der unklaren Witterung. Es lässt sich höchstens auf Basis der Einsparbemühungen schätzen», sagte der Sprecher.

«Die aktuelle Energiekrise verlangt uns einiges ab. Und die Lage ist hochkomplex. Wir sind in Sorge.» Die Speicher seien zwar sehr gut gefüllt und die Flüssiggas-Terminals und deren Anbindung ans Gasnetz würden im Eiltempo gebaut. «Dennoch gibt es Variablen, die man nicht beeinflussen kann, beispielsweise einen langen und harten Winter.»

"Hallenbäder gehören zu den größten Energieverbrauchern"

Ob die Kommunen das 15-Prozent-Einsparziel erreichen werden, könne noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Wichtig sei, dass Landes- und Bundesregierung zu den Einsparmaßnahmen stünden und nichts, auch nicht Schulen und Bäder, von vornherein ausgenommen würden, sagte der VKU-Sprecher.

«Das sind alles Dinge, die wir selbst nicht gut finden, aber Hallenbäder gehören zu den größten Energieverbrauchern und die Schulen machen ein großen Teil der Liegenschaften in einer Kommune aus.» Für manche Sparmaßnahmen seien auch technische Umstellungen notwendig, etwa ein hydraulischer Abgleich für eine optimale Verteilung des Heizungswassers. Der Mangel an Fachfirmen und Handwerkern sowie Lieferprobleme beim Material machten dies nicht einfacher, sagte der VKU-Sprecher.

Das Spannungsfeld liege zwischen der Aufrechterhaltung eines möglichst normalen kommunalen Lebens - mit entsprechenden Temperaturen in den Klassen- und Lehrerzimmern, Angeboten wie Schwimmunterricht und Rehasport - und der Vorgabe von EU-Kommission und Bundesregierung, 15 Prozent Energie einzusparen. (dpa/hoe)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper