Den zweiten Monat in Folge wurde mehr Strom nach Deutschland im- als exportiert.

Den zweiten Monat in Folge wurde mehr Strom nach Deutschland im- als exportiert.

Bild: © Julian Stratenschulte/dpa

Solarenergie, Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und Wärmenetze: Das alles sind wichtige Bausteine, um auch die Stadt Konstanz weitestgehend treibhausgasneutral zu machen. All das erfordert einen deutlichen Ausbau und eine weitere Ertüchtigung der Stromnetze.

Die Planungen der Stadtwerke Konstanz hierzu laufen bereits auf Hochtouren. Die Stadtwerke arbeiten dabei mit der Bergischen Universität Wuppertal zusammen.
 

„Das Konstanzer Stromnetz ist in einem sehr guten Zustand und bietet eine sehr gute Basis für die Erweiterung. Diese ist notwendig. Denn der Gesamtleistungsbedarf in Konstanz wird sich je nach Szenario bis zum Jahr 2035 beziehungsweise 2045 mit dann circa 150 Megawatt (MW) fast verdreifachen“, bestätigt Professor Markus Zdrallek vom Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal.

Weiteres Umspannwerk muss gebaut werden

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, werdeb in den kommenden Jahren 120 bis 150 Mio. Euro investiert.  Es wird beispielsweise ein weiteres Umspannwerk im Bereich Wollmatingen benötigt, das künftig das Neubaugebiet Hafner und die Vororte versorgen muss. Die Last auf diesem Umspannwerk werde aufgrund der Wärmepumpen in den Vororten relativ schnell ansteigen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Alle bestehenden Umspannwerke müssten mittelfristig außerdem bei den Transformatoren hochgerüstet werden. Dies bedeute auch für die beiden Umspannwerke (UW) Tägerwilen und Ergatshausen quasi einen Neubau oder zumindest einen massiven Umbau.

"Man sieht wie komplex die Zusammenhänge sind"

Einen großen Brocken würden zudem die Ertüchtigungen im Niederspannungsbereich dar, da dieses Netz die Letztverbraucher und deren erhöhten Energiebedarf einerseits und andererseits auch die dort eingespeisten Energiemengen transportieren muss. Hier werden im Lauf der kommenden 20 Jahre sukzessive die vorhandenen Transformatoren in den Trafostationen erneuert und in der Leistung vergrößert werden. 

„Diese umfangreichen Maßnahmen sind ein elementarer Bestandteil der Klimaschutzstrategie wie auch der Versorgungssicherheit. Man sieht, wie komplex die Zusammenhänge sind“, so Michael Müller, Leiter des Geschäftsbereichs Energienetze und Prokurist bei den Stadtwerken Konstanz. (hoe)

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