Der vormalige Finanzchef Markus Krebber ist seit Anfang des Monats Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns RWE.

Der vormalige Finanzchef Markus Krebber ist seit Anfang des Monats Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns RWE.

Bild: © RWE

Der Energiekonzern RWE hält nach wie vor rund 15 Prozent der Anteile am Eon-Konzern und ist damit größter Einzelaktionär. Diese Beteiligung war Teil des Eon-/REW-Deals. Laut dem neuen RWE-Chef Markus Krebber soll dieses Engagement aber keine langfristige strategische Beteiligung darstellen. Es gebe Vereinbarungen, wie schnell RWE wie viele Eon-Anteile verkaufen könne, sagte er in einem seiner ersten großen Interviews in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

 „Wir haben es nicht eilig. Aber es ist gut, dass wir beide Optionen haben, um Investitionen in spannende Projekte zu finanzieren", bekräftigte Krebber, der seit Anfang Mai an der Spitze von RWE steht.

"Urteil des Verfassungsgerichtes ist positiv für unser Kerngeschäft"

Auch zum Urteil des Bundeserfassungsgerichtes in Sachen Klimaschutzgesetz bezog der RWE-Chef klar Stellung. Dieses sei positiv für den Klimaschutz und damit für „unser Kerngeschäft, den Ausbau der Erneuerbaren“. Die Richter mahnten zu Recht Planungsssicherheit an.

Allgemein forderte der neue stark Mann bei dem Essener Energiekonzern mehr Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland. „In ganz Deutschland sind im vergangenen Jahr sieben Milliarden Euro in die Energiewende investiert worden, in Holland war es die doppelte Summe“, sagte der RWE-Vorstandschef. Hier benötige man  höhere Ausbauziele für Erneuerbare und schnellere Genehmigungsverfahren.

Von den Gesamtinvestitionen von RWE entfallen aktuell nur rund 20 Prozent auf den Heimatmarkt. „Wir würden liebend gerne viel mehr in Deutschland investieren.“

Ergebnisbelastung von 400 Mio. Euro durch US-Wintereinbruch erwartet

RWE legt an diesem Mittwoch (12.05.) seine Zahlen für das erste Quartal vor. Das Jahr hat für RWE mit dem schweren Wintereinbruch in den USA holprig begonnen, das erste Quartal dürfte somit etwas schwächer ausgefallen sein. Der im April ausgeschiedene Konzern-Chef Rolf Martin Schmitz war im März von Belastungen von mehr als 400 Millionen Euro ausgegangen, die die Winterstürme vor allem im US-Bundesstaat Texas verursacht haben.

Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand deshalb mit einem bereinigten Nettoergebnis zwischen 750 Millionen Euro und 1,1 Milliarden Euro. Das wäre weniger als im Corona-Jahr mit 1,2 Milliarden Euro. (hoe/dpa)

 

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